Der Buchstabe "R"

Buchstabe "R"

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Racken: Anderes Wort für Stehlen in einem Laden.

Radiotron: Wichtigster Trainingsort und Treffpunkt für B-Boys aus aller Welt, an der Westküste der Vereinigten Staaten. Das Radiotron wurde 1985 geschlossen, was für die Breaker-Szene einen schwerwiegender Verlust war. Durch die Initiative des Breakers Ceser ("Airforce Crew") wurde der Veranstaltungsort wieder zum Leben erweckt.

Rag(g)amuffin': Jamaikanische Bezeichnung für jemanden von der Straße. Besonders in Deutschland als Synonym mit Raggamuffin'HipHop verwendet.

Raggamuffin'HipHop: Musikstil, der eine Mischform aus HipHop und Dancehall ist. Er wurde durch MC's wie Asher D. und Daddy Freddy (London) aufgebracht. Dancehall ist ein Musikstil, der sich aus dem Reggae entwickelt hat.

Rap: (engl.: Schlagen, Quatschen) Eine der Triebfedern des HipHop. Rap ist eine Form des Sprechgesangs, dessen Wurzeln über viele hundert Jahre zurückverfolgbar sind. Sprechgesang findet man bei den Griots und Djelees, den Dorfweisen westafrikanischer Dörfer, beim Scat, bei den Comedy Duos, bei Militär-, Gefangenen- und Sklavenliedern, beim Toasting, bei den Messen baptistischer Pfarrer in Nordamerika, beim Funk, Doo Wop und Be-Bop. Zu den wichtigsten Einflüssen zählen die amerikanischen Radio-DJ's, die begannen, mit ihren Platten zu arbeiten, sie hin und her zu bewegen und darüber rhythmisch zu sprechen. Als die ersten B-Boys in New York anfingen öffentlich zu tanzen, kam es vor, daß ein MC über eine PA die Breaker unterstützte. Die Utensilien waren ein Ghettoblaster oder zwei Plattenspieler, mit denen die Breaks auf den Platten aneinander gecuttet wurden. Darüber rappte der MC seine Ankündigungen, Wortspiele und Metaphern, damit animierte er das Publikum. Bald entwickelten sich erste stilistische Merkmale. Als erster Rapper im Bronx-Stil gilt Kool Herc. Der erste Rap, der auf einer Platte veröffentlicht wurde, sind die Verse des DJ's King Tim 111, die1979 auf der Platte der Funkband "Fatback" erschienen. King Tim 111 - Personality Jock geriet in Vergessenheit. Die Shugar Hill Gang veröffentlichte die zweite Rap-Platte. Seit Anbeginn das Raps mußte man sich nicht nur mit Problemen wie Ausverkauf der Kultur auseinandersetzen, sondern wurde auch von konservativer Seite her attackiert. Eltern verbaten ihren Kindern das Hören von Rap, beschlagnahmten deren Stereoanlagen und erlaubten ihnen nicht den Besuch von HipHop-Veranstaltungen. Es bildete sich eine AntiRap-Bewegung, die heutzutage noch aktiv ist und Vertreter in hohen politischen Posten in den Vereinigten Staaten hat. Zensur und Mißbrauch durch Medien und Trittbrettfahrer waren es, die von Anfang an ein falsches Bild auf Rap warfen. In den frühen 80ern trat in Europa Falco ins Licht der Öffentlichkeit. Der inzwischen verstorbene Österreicher beeindruckte mit seinem deutschsprachigen Rap (z.B."Der Kommissar", "Amadeus"...). Mit der HipHop-Kultur hatte Falco weig zu tun. Rap entwickelt sich unabhängig weiter.

Rap Jam Volume One: 1995 von Motown auf den Markt gebrachtes Videospiel. Der Spieler kann ainmirte Persönlichkeiten des HipHop, wie Public Enemy, Queen Latifah, Warten G, Onyx, und Naughty By Nature zu einer Partie Straßen-Basketball (Streetball) antreten lassen. Untermalt wird das Spiel von Rapmusik.

Rappen: Siehe MCing, Rap.

Rap Nation: Magazin/Label aus Braunschweig (D). 1990 wurden, in internationalen Zeitschriften, Bereiche wie Writing und B-Boying nahezu garnicht abgedeckt. Aus diesem Grund riefen Matthias Lanzer und Spaiche (Jens Ihlenfeld) im November 1990 das Projekt "Rap Nation" ins Leben. Sie begannen mit der Produktion eines gleichnamigen Magazins. Es erschien Ende 1990 in A5 Format und einer Auflage von 50 Heften. Innerhalb eines Jahres entwickelte sich das Mag zu einer Informationsquelle und steigerte siene Auflage und Qualität. Sechs Ausgaben erschienen in diesen zwölf Monaten. Da Rap Nation eine Eigenproduktion war, kam es zu finanziellen Problemen. Die Produktion des Rap Nation-Magazin wurde auf unbestimmte Zeit eingestellt. Matthias Lanzer schrieb auch für Magazine wie "Mik's X-Side News" und die Zeitschrift "BAD". Er setze sich zum Ziel, ein, auf HipHop aus Deutschland spezialisiertes, Label zu gründen. Die Idee für "Rap Nation Records" war geboren. Über das Jahr 1992 hinweg traf Matthias Lanzer, gemeinsam mit André Luth, heute bei "YO Mama" und Steffen Kassel dem jetzigen Betreiber von "Marina Records", Vorbereitungen für die Compilation "That's Real Underground - 100% German HipHop". Für die darauf vertretenen Bands "State of Department", "2LO", "No Remorze", "Such A Surge" und "Die Coolen Säue" war der Sampler der Einstieg ins Musikgeschäft. Ein Vierteljahr nach Veröffentlichung dieser Debut-CD auf "Rap Nation Records" folgte die auf 500 Stück limitierte und durchnummerierte Vinyl Version. Matthias Lanzer schloß mit "Such A Surge" einen Vertrag über eine Maxi ab. Nach dem erfolgreichen Verkauf wechselte die Band zu einem Majorlabel. Im Sommer des Jahres 1993 war ein neues Projekt in Arbeit. Es nannte sich "D.D.R." ("Die Deutsche Reimachse").D.D.R. featurete die Coolen Säue, die Fantastischen Vier, die Reimbanditen, Fresh Familee und die Maximale Lautstärke. Ein derartiges Zusammenkommen hatte es bis dato noch nicht gegeben. Zur gleichen Zeit war die State of Departmentz-Maxi (" Mit der Waffe in der Hand") in Arbeit. Das Rap Nation Magazin erfuhr in Form der Rap Nation News ihre Renaissance. Im März 1994 gab es einen Neuzugang bei Rap Nation namens Phase V. Die erste Phase V LP "Mentale Verwandlung" wurde verlegt. Eine Tour durch Deutschland, mit den Battle Rockers und State Of Departmentz (Album "Reimexplosion") folgte. Matthias Lanzer, der nun ein Vertragsverhältnis mit der RCA eingegangen war, arbeitete an neuen Vorhaben. Die Gruppen Islamic Force und Cheeba Garden kamen auf dem Sampler "Die Macht der Kreativität - 100% Vinyl". Eine kostenlose Ausgabe der Rap Nation News erschien in einer 30000er Auflage. Das neue Projekt der jungen Firma hieß "Jazzkantine" und verband 24 Akteure aus verschiedenen musikalischen Richtungen. Sie bereisten im Sommer 1994 das Land und begeisterten das Publikum, ohne eine Veröffentlichung gehabt zu haben. Die Jazzkantine wurde zum Rap Nation Zugpferd und der Song "Respekt" der erste Hit. Das Debutalbum und weitere Tourneen folgten in der zweiten Jahreshälfte. Aleksey schloß mit Matthias Lanzer einen Solovertrag ab. 1995 folgte die Single"Der, der gern anders wär"und die LP,,Alaksey" unter Mitwirkung von Thomas D und MC René. Aleksey ging mit Coolio auf Deutschland Tour. Im Oktober 1995 kam das zweite Album der Jazzkantine auf den Markt und gelangte auf Platz 38 der LP-Charts. Die Medien überschlugen sich mit Rezensionen und Berichten. Diverse Preise wurden in Empfang genommen. Dem, aus dem 96er Live-Album "Frisch gepresst und Live" ausgekoppelten Stück "Hey Mr. DJ" gelang der Einstieg in die Charts. 1997 konnte der Jazzkantine Rapper Cappuccino auch eine Solo-LP mit dem Titel "Lautsprecher" auf Rap Nation/Mercury veröffentlichen. Das Video "Männer" lief auf den Rotationsschienen von Viva und MTV. DJ's wie Future Rock von L.S.D. und Air Knee remixten seinen Song "Wahnsinnig". Auch das Lied " Du fehlst mir" erfuhr positive Resonanz. 1998 begleitete die "Jazzkantine" Roman Herzog auf einem Staatsbesuch in Südafrika. Zudem erschien ein weiteres Jazzkantine Album namens "Geheimrezept" mit verschiedenen Maxiauskopplungen. Es kam zur Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Wu-Tang Clans.

Rapture: Siehe unter Move/Rapture.

Ray: Writer aus München (D). Er begann 1983 zu sprühen. Seine Graffitis waren oft ein Thema in den Medien, trotzdem schaffte er es bis heute anonym zu bleiben.

RCB: (Rock City Berlin) Writercrew aus Berlin (D). Hat sich etwa 1991 gegründet. Mitglieder: Esher, Rasta, Lite und Look. Kaum eine Gruppe in Deutschland ist so produktiv wie RCB. Sie haben es geschafft nicht nur All-City oder All-Germany, sondern All-Europe zu sein. Durch die zahlreichen Chrom-silber-Bombings von RCB wurden besonders die Newcomer animiert es ihnen gleichzutun, so daß Mitte der 90er fast die gesamten Lines in Berlin "versilbert" waren. Die Gruppe wurde durch Trains und Bombings (besonders Roof-Tops) bekannt aber auch durch Qualität. Esher ist als Auftragssprüher erfolgreich und hat mit seinem innovativen Style auf die jüngeren Generationen enormen Einfluß.

real: (to be real) Sinngemäß "echt, wahr". Jemand oder etwas ist "real" wenn er möglichst nah am "Hiphop-Ideal" liegt. Auch Bezeichnung für Diejenigen, die die HipHop-Kultur nicht verkaufen bzw. denen ihre Kultur wichtig ist.

Real Dope Thing, A: HipHop Gruppe aus Berlin (D). Mitglieder: Phite, Poise, Pume, ehemals Rebel X, Axel (Ex10ded Spirit), Stefan (Ex10ded Spirit). Anfang 1991 aus den Down Town Lyrics hervorgegangene Gruppe gehört zu den Größen der Berliner HipHop Geschichte. In den frühen 90er Jahren bewegten sie das junge Publikum der SWAT-Parties. 1993 erschienen sie auf dem SWAT-Sampler "Vibrazone", der "HipHop Hurra "Compilation und diversen SWAT Videoproduktionen. Extended Spirit war anfangs kein fester Bestandteil der Band. In der ersten Hälfte der 90er Jahre hatten sie neben zahlreichen Bühnenshows auch Radio- und Fernsehauftritte (z.B. "Feuerreiter" (ORB) und "Yo-Show"). Sie arbeiteten mit Rappern wie Roskoe, Cora E., Plus & Minus von der Potsdamer PDM-Posse und Funky Drummer Production zusammen. Nach ihrer 95er EP "Take The Rough With The Smooth" auf MZEE Records trat der HipHopWegbereiter der DDR Poise, desöfteren gemeinsam mit Razzia, einem ehemaligen Mitglied von Three Man Nation als Da Mash in Erscheinung. Gemeinsam mit der PDM Posse kam es hier zur Publikation einer selbstproduzierten EP. A Real Dope Thing ist Bestandteil der Funky Family. Zu ihren besten und bekanntesten Songs gehören "Swing Your Bum" und "Rumours".

Rebel: MC und Witer aus Berlin (D). HipHopper der ersten Stunde. War nicht nur als Rapper, sondern auch als Writer aktiv. In den frühen Neunzigern war er als Honorarkraft für die SWAT-Posse aktiv. Er wirkte auf den Samplern "Vibrazone" und "B-Town Flava" mit und arbeitet an einer eigenen LP. Zwischenzeitlich auch in der Berliner Punk Szene.

Rebel MC: Produzent, DJ, MC. Aus England. Seit den 80ern aktiv. Der neben seinen Verdiensten für den englischen HipHop der ausklingenden 80er und frühen 90er auch die britische Jungle Szene vorantreibt und zusammenbringt. Sein Jungle-Label heißt Congo-Natty.

Recordbag: Siehe DJ-bags, Plattentasche.

Release: Bezeichnung aus der Musikindustrie für eine Veröffentlichung.

Release Date: Bezeichnung aus der Musikindustrie für das Veröffentlichungsdatum eines Produktes.

Remix: Eine neue Version eines bekannten Liedes. Meist bleiben die Texte erhalten und der Macher des Remix' baut ein neues Musikstück drumherum. Oft geschieht es aber auch, daß ein neues Lied mit neuer Musik und neuen Texten entsteht, das durch aus dem Original entnommenen Text- bzw. Samplefragmente an das Original erinnert. Remixe sind besonders beliebt, da sie mit verhältnismäßig geringem Aufwand produziert werden können. Bekannt für gute und kreative HipHop-Remixe sind zum Beispiel die Produzenten Pete Rock, Salaam Remi und Easy Mo Bee.

Rens: Writer aus Kopenhagen (DK). Seit 1984 aktiv. Bis 1985/86 malte er überwiegend auf Wänden, später hauptsächlich auf Zügen, auch in anderen Ländern. Obwohl der Style von Rens ziemlich simpel ist, legt er Wert auf Qualität, statt auf Quantität. Seine Meinung zu diesem Thema:"...choose between 100 ugly fat girls or one nice". Rens malt viel mit Sek zusammen und ist Mitglied in den Writercrews TAV (The ALine Vandals), die er 1988 zusammen mit Shade gündete (der der erste aktive Writer aus Dänemark ist), FTP, IBS, DCA-Mob und GHS aus Berlin.

Represent, etwas Representen, etwas zu repräsentieren: Dieses Wort taucht in der Slangsprache der HipHopper häufig auf und wird in der Bedeutung von Verkörpern und Vertreten verwandt. Ein MC auf der Bühne kann zum Beispiel seine Crew oder seinen Herkunftsort repräsentieren.

Respect: (engl.: Respekt) Anerkennung spielt eine grundlegende Rolle im HipHop. Das Bekommen von Respekt ist neben Fame, also einem hohen Bekanntheitsgrad einer der Hauptbeweggründe für einen HipHop-Aktivisten, überhaupt mit dem Rappen, Tanzen, Malen oder Djing zu beginnen.

Ridgies: Bezeichnung aus dem Writing. Für einen bestimmten Wagentyp der New Yorker Subway, der in den 80ern eingeführt wurde. Diese, aus rostfreiem Stahl bestehende, Baureihe läßt sich gut reinigen.

Rio: Writer aus Dortmund (D). Zählt zu den aktivsten Trainbombern in Deutschland. 1989 sprühte er seinen ersten Zug. Seine Styles bestehen überwiegend aus einfachen, plakativen Buchstaben. Gesprüht hat Rio in ganz Europa und New York.

Roast: (engl.: der Braten) Synonym für Burner, also ein besonders gut gelungenes Bild.

rocken: Synonym für Bemalen von Wänden, Zügen etc. wobei dieser Begriff überwiegend von Trainbombern benutzt wird. Bei den Rappern, DJ's und Breakern bedeutet er ein erfolgreiches Bewegen des Publikums.

Rocket Train: Bezeichnung aus dem Writing. Für eine New Yorker U-Bahn, die von den Writern auch Ding Dong genannt wurde.

Rödelheim Hartreim Projekt: Hiphop-Projekt aus Rödelheim, Frankfurt am Main (D) um den Rapper Moses P. und das Produktionsteam 3P. Moses P rappte in der Gruppe "The Crowns" und trat u.a. auf HipHop Jams in Berlin auf.. Zum Rödelheim Hartreim Projekt gehört auch Sabrina Setlur, die auch als Schwester S. bekannt ist.

Roof Top: Begriff aus dem Writing für an Dachkanten, Schornsteine und Dächer gemalte Graffiti.

Roots: (engl.:Wurzeln) Synonym für Ursprung, die Herkumft.

Rookie: (engl.: Grünschnabel) Bezeichnung für einen Toy, einen Anfänger.

Routines: Begriff aus dem Breakdance für von mehreren Tänzern synchron ausgeführte Bewegungsabläufe.

rpm: Kurzbezeichnung für "Rotations per minute". Umdrehungen des Plattentellers eines Plattenspielers pro Minute. Weltweit haben sich zwei genormte Geschwindigkeiten durchgesetzt.Langspielplatten laufen fast ausschließlich auf 33 1/3 rpm, Maxi Singles meist auf 45 rpm.

RTA: (Real Transit Artists) Writercrew aus Deutschland. 1988 gegründet. Mitglieder: Sie, Sho, Enro, Com, Roze, Show 1 und Sera u.a..Um das Jahr 1990 zählte RTA zu den international bekannten Sprühergruppen. RTA hatte viele Mitglieder in verschiedenen Städten. In ganz Deutschland sind heute noch Bombings von RTA zu sehen. Sie spühten bevorzugt Simplestyle. Waren in diversen europäischen Ländern auf Zügen und als Bomber aktiv. Die RTA-Writer waren die ersten, die in Nürnberg und Stuttgart S-Bahnen besprühten. In Frankfurt/Main machten sie den ersten Top-To Bottom.

Rude Poets: HipHop-Crew aus Köln (D), 1989 gegründet. Mitglieder: Tuareg, Scope, Chicken G, B.T.L. Veröffentlichte 1991 eine 7" namens "Poets R Ready" und zwei Jahre darauf ein Stück auf dem Sampler "Joining Forces" und eine 12" mit dem Titel " Der letzte Walzer". In dieser Formation gibt es die Band nicht mehr, doch arbeiten deren ehemalige Mitglieder in anderen Formationen, wie Das Duale System und STF, weiter. Scope moderierte zwischenzeitlich die Sendung Freestyle auf VIVA.

Rustoleum: Sprühdosen-Marke aus den USA, die oft von den dortigen Writern benutzt wird.



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