Der Buchstabe "P"

Buchstabe "P"

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P.A.: Bezeichnung aus der Musik für eine Lautsprecheranlage und deren Zubehör. Die Abkürzung P.A. steht für Public Address System. Die Anlage wird vor der Veranstaltung aufgebaut und danach wieder abgebaut. Gelegentlich führen Bands auf einer Tournee eine eigene P.A. mit.

Painter: Bezeichnung aus den Writing. Ein anderes Wort für Marker.

Panel/Panelpiece: Begriff aus dem Writing. Für ein alleinstehendes Graffiti an einem Zug, das zwischen beiden Türen und unter den Fenstern angebracht ist. Die ersten Writer, die in den frühen 70ern Panels gesprüht haben, sind die New Yorker Superkool, Phase 2 und Lee.

Paper: Engl.: Papier. Synonym für Geld.

Parental Advisory: Explicit Lyrics! So lautet die Warnung auf allen Tonträgern die explizite Texte (d.h. Schimpfwörter etc.) enthalten und somit von der Recording Industry Association of America zensiert wurden. Seit 1990 klebt diese Vereinigung einen schwarz-weißen Aufkleber mit der Aufschrift auf alle Platten, die nicht an Minderjährige verkauft werden dürfen. 1990 wurde ein Einzelhändler festgenommen, weil er einem Minderjährigen ein 2 Live Crew-Album verkauft hatte. Der Aufkleber ist auf fast allen USAmerikanischen HipHop-Veröffentlichungen zu finden. Eine verkaufssteigernde Wirkung des Aufklebers ist nicht von der Hand zu weisen. Mittlerweile wird er auch in anderen musikalischen Genres benutzt.

Pfeile: Wichtiges Stilelement an den Buchstaben der Writer. Wurden erstmals von Phase 2 gesprüht.

Phase II: Writer aus New York (USA). Seit den frühen 70ern aktiv und einer der Pioniere des Writing. Einer der ersten UGA-Mitglieder. Er war der Erfinder des Bubble-Style, der Background-Clouds, des Wildstyle, der Loops und Pfeile, sowie spezieller Designs. Er war einer der ersten, der Outlines um die Buchstaben sprühte. Neben Supercool war Phase II einer der ersten Writer, die Pieces auf Züge gemalt habn. Er ist zusammen mit Vulcan und Schmidlapp der Herausgeber des Graffiti-Magazines "Tight".

Piece: Engl.: Stück. Bezeichnung aus dem Writing. Synonym für Bild. Bombings oder Quicks werden nicht als Piece oder Bild bezeichnet. Hauptelement eines Pieces ist in der Regel der Style. Background, Designs oder Characters dienen nur zur Unterstützung. An den Pieces kann man erkennen, wozu ein Writer in der Lage ist.

Pirates & Co Magazine: Fanzine aus Paris (F). Zwei Ausgaben in den Jahren 1985 und 1986 erschienen. Befasste sich mit Straßenkultur im allgemeinen.

Pistol I: Writer aus New York (USA). Zählt zur ersten Generation. Hat zu Beginn der 70er als erster Buchstaben mit 3D's gesprüht.

Pitch: Engl.: Tonhöhe. Für DJ ist der "Pitch-Controler" (auch "Pitch-Adjustment") eine der wichtigsten Funktionen an seinem Plattenspieler.Damit kann er die Geschwindigkeit des Plattentellers regulieren und ist so in der Lage beim Mixen auch Stücke mit verschiedenen Geschwindig keiten ineinanderfließen zu lassen, bzw. sie grob anzugleichen, um dann bei einem Cut keine zu argen Geschwindigkeitsschwankungen zu riskieren.

Pimp: Synonym für Zuhälter.

Plattentasche: Auch DJ-bag. Meist aus Stoff und Kunststoff gefertigter Textil-Artikel, der die ideale Größe zum Transport von Schallplatten hat und seit Mitte der 90ger einen regelrechten Boom erlebt.

Player: 1. Bezeichnung für jemanden, der "True to the game" ist. 2. Synonym für Playboy.

Poet: Writer aus Berlin (D). Seit 1988 aktiv. Poet wurde schon unter dem Namen Sare bekannt. Er war Mitglied der SOS und ist zur Zeit bei GFA.

Poll: Bezeichnung für eine Umfrage. Hiermit läßt sich beispielsweise die Popularität einer Gruppe oder eines Künstlers feststellen.

Polycypher: Ein im Mai 1998 ins Leben gerufener Zusammenschluß Berliner Gruppen und Einzelakteure aus dem HipHop-Bereich.

Polygram Records: Plattenfirma aus den Niederlanden. Die Firmenstruktur der Polygram basiert auf Joint Ventures und Lizenzverträgen mit Firmen und Gruppen in der ganzen Welt. Sie ist ein Kind der Deutschen Grammophon Gesellschaft und Philips Phonographischer Industrie und wurde 1972 ins Leben gerufen. Zusammen mit SONY forcierte Polygram in den 80er Jahren den Siegeszug der CD. Viele Unterlabels gehören zu Polygram.Zum Beispiel: Island, Polydor, Decca, Mercury und RSO.

Popping: Begriff aus dem Breakdance für Electric Boogie, Electro- und Roboter-Tanzformen, hierzu zählen auch die lebenden Schaufensterpuppen und Straßenanimateure. Das Popping entstand unabhängig vom B-Boying an der Westküste der USA.

Pop-Locking: Mischform aus Popping und Locking, die sich in den 80ern an der Westcoast herausbildete.

Poser: Begriff für jene, die "so tun als ob". Jemand der sich Mit Kleidung, Redewendungen, und Gerde ein bestimmtes Image aufzusetzen versucht. In der HipHop-Kultur haben allerdings Aktivitäten einen höheren Stellenwert als das äußere Erscheinungsbild.

Posse: Engl.: Haufen, Schaar. Synonym für eine Gruppe, eine Crew. Beispiele: Insane Clown Posse, S.W.A.T. Posse.

Poster-Marker: Bestimmte Marker-Marke aus Deutschland. Wegen der bis zu 3cm breiten Filzmine häufig von Writern benutzt. Da die Postermarker-Farbe aber leicht zu entfernen ist, wird sie von den Writern mit Edding-Nachfüllfarbe ersetzt.

Pot: Engl. Bezeichnungen für Marijuana.

Powermove: Begriff aus dem Breakdance für akrobatische Bewegungen beim Tanzen (z.B. Bachspin und Headspin).

Projects: Bezeichnung für den sozialen Wohnungsbau in den USA. Siehe auch Slum, Ghetto.

Promo/Promotional Copy/Promo-Tape: Wie der Name schon sagt, dient die Promotional Copy ausschließlich Werbezwecken. Fast immer werden noch vor der eigentlichen Veröffentlichung einer Single oder LP besonders gekennzeichnete, unverkäufliche Musterexemplare gepresst und an wichtige Radiostationen, DJ's, Musikmagazine etc. verteilt. Diesen Vorgang nennt man auch Bemusterung. Besonders in Amerika ist es zudem Sitte, auf Konzerten und Parties Vorab-Tapes an das Puplikum zu verteilen. Allerdings sind darauf nur Ausschnitte der neuen Stücke einer Band zu hören.

Promoter: Begriff aus der Musikbranche. Für einen Organisator oder Manager einer Veranstaltung.

Promotion: Bezeichnung für Mittel der Werbung (Teil des Marketing) für eine Gruppe, einen Künstler, ein Produkt oder eine Veranstaltung. Hierzu zählen z.B. Flyer, das Schalten von Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, die Produktion und der Vertrieb von Merchandiseprodukten, Gigs, ständige Medienpräsenz, eigene Homepages im Internet, die Publikation von Info-Briefen und Rundschreiben und auch die Produktion von Musikvideos. Dies sind nur einige Möglichkeiten einer Promotion.

Props/jemandem Props geben: Jemanden Respekt und Anerkennung aussprechen. Ein Writer kann beispielsweise Props für ein gutes Bild oder neue Style-Ideen bekommen. Das Publikum kann durch seinen Beifall etc. dem MC oder DJ auf der Bühne für die Show Props geben.

PSC: (Psychiatrik Case Posse) Writercrew aus Paris (F). Gegründet 1989. Mitglieder: Phase, Ran, Honey, Kao, Decay, Number 6 und andere. Einige von ihnen sind seit den frühen 80ern aktiv. PSC gehört zu den besten Pariser Writercrews. Sie bemalen vorwiegend Wände.

Puerto Rico: Kleinste zu den großen Antillen gehörende Insel. Wird von den USA verwaltet. Puertoricaner sind Staatsbürger der USA.Sie haben jederzeit die Möglichkeit in die Vereinigten Staaten einzuwandern. In den 60er Jahren machten viele Puertoricaner davon Gebrauch und bevölkerten Großstädte wie New York. Die meisten kamen ohne Kapital, so wohnten sie in den Ghettos. Ein Beispiel ist Spanish Harlem. Die Puertoricaner trugen viel zur Entstehung der HipHop-Kultur bei.

Punks: Aus der Jugendbewegung der Punks und Hausbesetzer sind gerade zu Beginn der 80er Jahre in Europa einige in die Writing- und Hiphop-Szene gekommen. Auch ist Graffiti ein Teil der Punkszene, wobei es sich hier meist weniger um Writing als um sog. Sponti-Sprüche und politische Malereien handelt. Einer der radikalsten Vertreter der Theorie, Graffiti sei in Europa aus der Punk-Bewegung entstanden, ist der düsseldorfer Writer Fume. Zumindest gibt es in Europa eindeutig Verschmelzungen und Überschneidungen der Hiphop-Szene mit Punk. Ein Beispiel im Musik-Bereich sind die Beastie Boys, deren Wurzeln ebenfalls im Punk liegen.



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