Der Buchstabe "K"

Buchstabe "K"

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Kalligraphie: (Schreibkunst) Viele Writer sehen das, was sie mit den Buchstaben machen, als eine Art moderne Schriftkunst.

Kane: Writer aus Heidelberg (D), der seit den 80ern aktiv ist. Sein Style ist New York orientiert und findet besonders in Berlin und Frankfurt große Anerkennung, Er ist Mitglied in der Gruppe TPM.

Kanne: Begriff aus dem Writing, welcher eine Sprühdose bezeichnet, siehe auch Can.

Kanne, Die: war ein Anfang 1997 erstmals erschienenes, vollfarbiges A5 Graffiti-Magazin aus Gera, welches in erster Linie Bilder von Writern aus Thüringen und Sachsen beinhaltete, Nach Veröffentlichung der zweiten Ausgabe stellten die Redakteure Sven Kornmann und Michael Randel die Produktion des Heftes.

Kaos: Writer aus Berlin (D), der seit den 80ern sprüht und Mitglied bei GFA ist. Er zählte zu den Style-Leadern in Berlin.

KDAY: Name der ersten 100% HipHop-Radiostation der Welt, die nach einigen Jahren ihren Sendebetrieb auf Grund finanzieller Engpässe einstellen mußte.

Keep it real: Sich treu bleiben.

Keith Murrey: MC aus New York City (USA), Keith Murrey, der von Erick Sermon entdeckt und zum Def Squad gebracht wurde, ist eines der begabtesten MC Talente der 90erJahre. Schon mit seiner Debutsingle "The Most Beautyfullest Thing In This World", dem gleichnamigen Debutalbum und der zweiten Maxi "Get Lifted" (alle 1994 auf Jive Records) schuf er sich einen festen Platz in der Welt des HipHop. Zweites Album "Enigma" (1996), zusammen mit Erick, Double E, Jamal und Busta Rhymes.

Kid Capri (Derek Love): DJ und MC aus New York City (USA). Der in der Bronx geborene und aufgewachsene Capri konnte sich seit seiner frühen Jugend für Technik und DJing begeistern. Von Montag bis Freitag moderiert er seit vielen Jahren eine dreißigminütige Radiosendung auf dem lokalen NewYorker Sender WBLS. 1992 erhielt er von Russel Simmons von DefJam Records das Angebot, eine Fernsehsendung namens "Def Comedy Jam" auf HBO zu leiten, welches er annahm. Im Jahr zuvor hatte er erstmals eine Platte auf den Markt gebracht. Er wirkte neben diversen anderen Produktionen, bei den Videos von KRS One's Projekt H.E.A.L (Human Education Against Lies) und A Tribe Called Quest's "Scenario" mit. Den Namen Capri, gab ihm eine gute Freundin, die kurz nachdem sie ihn so taufte, bei einem Unglück ums Leben kam.

Kid Frost: Artura Molina Jr., Rapper und Produzent aus Los Angeles (USA). Mitglied der Latin Alliance. Kid Frost ist seit Anfang der 80er Jahre aktiv und hatte auch schon zu dieser Zeit einige gute, Elektrobeeinflußte, wenn auch bedeutungslose Maxi-Veröffentlichungen. Den Namen Kid Frost gab ihm Ice-T, Einen ersten großen Erfolg stellte die, in den frühen 90ger Jahren erschienene Maxi "Ya Estuvo" dar. Besonders in Europa fand seine LP "East Side Story" großen Anklang. Mit ALT, einem damals neuen Gig auf East West Records und Mellowman Ace, der damals mit dem Song "Mentirosa" Einzug in die Pop-Charts hielt, gründete er die Larin Alliance. Seit Veröffentlichung seiner zweiten LP nennt sich der Rapper mexikanischer Abstammung nur noch Frost. Er wirkte an Toni L's (siehe auch: Advanced Chemistry) Solo-LP mit.

Kid-N-Play: (Christopher Reid & Cristopher Martin) Pop-Rap-Duo aus NewYork City (USA). Trafen sich Mitte der 80er Jahre, nannten sie sich Fresh Force, ihr Produzent Hurby Azor gab ihnen ihren endgültigen Namen. Die erste LP "Two Hype" (1988 auf Select Records), konzipiert und produziert von Azor, erlangte schnell Platinehrungen. 1990 kamen Kid-N-Play mit dem Hit "Funhouse" und ihrer zweiten LP zurück. Richtig bekannt wurden die beiden Teenager Anfang der 90er Jahre durch die Filme "House Party", "House Party 2" und "House Party 3", in denen sie die Hauptrollen übernahmen.

King: Besonders in der Writerszene wird der Begriff King für einen besonders erfolgreichen Writer gebraucht, der es in der Hierarchie der Szene bis ganz nach oben geschafft hat und von den anderen größten Respekt erhält. Viele Writer, die King sind oder gerne King wären, malen über ihren Tag hin und wieder eine Krone.

King Of The Line: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für einen Writer, der es geschafft hat auf einer Line, einer Bahnstrecke besonders stark präsent zu sein. Diese Bezeichnung galt ursprünglich für Graffitis auf Zügen. Heute gilt er auch für Graffitis entlang der Bahnstrecke. Die Hagener DFG-Crew ist im Rhein- Ruhrgebiet in diesem Zusammenhang als Beispiel zu nennen. Sie schafften es, die gesamte Stecke (S8) von Hagen bis Mönchengladbach zu bomben.

King Of Style: Begriff aus dem Writing, siehe Style-King.

King Pin: Einer der ersten Sprüher aus Deutschland, der 1982 in Brühl seine ersten Graffitis sprühte. Er arbeitete auch mit Schablonen und wurde damals als einziger Deutscher im Buch Spraycan Art erwähnt. Zwischenzeitlich arbeitete er viel im Atelier. Heute konzentriert er sich zunehmend auf Leinwände.

Kip Up: Begriff aus dem Breakdance, hierbei liegt der Breaker erst auf dem Rücken, versucht dann aber eine stehende Haltung einzunehmen, indem er sich rückwärts rollt und die Füße in die Luft wirft. Sein Oberkörper folgt diesen notgedrungen. Letztendlich steht der Tänzer wieder aüf seinen Beinen.

Kiss FM: Auf Blackmusic und Dance spezialisierte, internationale Radiokette.

Kneespin: Begriff aus dem Breakdance, beim Kneespin berührt einzig und allein das Knie des Tänzers den Boden. Das andere Bein ist in die Höhe gestreckt. Durch das Abstoßen mit den Händen wird eine Drehbewegung vollführt. Wird das Bein während des Drehens wieder eingezogen, steigert dies die Drehgeschwindigkeit des Tänzers.

KO: Writercrew aus Berlin. KO Rockers: Berliner Writer- und Breaker-Crew.

Koch, Edward: New Yorker Bürgermeister, der 1977 Nachfolger von J. Lindsday wurde und als überzeugter Graffiti-Gegner den Writern in der Stadt das Leben schwer machte, indem er die Yards durch Stacheldraht und mit Hunden absichern ließ und Anti-Graffiti-Gesetze einführte. Diese Gesetze beinhalteten das Verbot, Sprühdosen in öffentlichen Einrichtungen mitzuführen, sowie das Verbot, Sprühdosen an Jugendliche unter 18 Jahren zu verkaufen.

Kold Sweat: Britisches Label, welches in den frühen Neunzigern eine Vielzahl britischer HipHop-Acts veröffentlichte, sich dann aber auf Club-Music im allgemeinen Sinne umorientierte. Markenzeichen von Kold Sweat sind die olivgrünen, glänzenden Plattencover. Zu den wichtigsten Kold Sweat HipHop Acts zählten damals die F9's, Katch 22, Prime Rhyme Masters und Pointblank.

Kommunikation: Writing stellt eine Form der Kommunikation dar.

Kool DJ Herc/Herk: (CliveCampbell) HipHop-DJ-Pionieraus der Bronx, NYC (USA). Herc, der mit seinen Eltern 1967 als dreizehn Jahre alter Junge, aus Kingston Jamaika nach New York gekommen war, brachte neue Einflüsse aus der jamaikanischen DJ-Kultur in die Bronx, wo er Mitte der 70er Jahre mit seinem überdimensionalen Sound System immer wieder seine Gegner in sogenannten Sound System Battles hinwegfegte und die Gäste der Blockparties oft staunend zurückließ. Der ehemalige Writer, der sich erst Hercules nannte, gilt als Erfinder des Breakbeat. Nachdem Herc mit eher mäßigem Erfolg Reggae Platten aufgelegt hatte, fing er an Funk Platten zu kaufen, und zwar stets zwei Exemplare desselben Stückes. Von diesen Platten spielte er nur den bei den Kids so beliebten Break, also den Teil des Liedes in dem ausschließlich Drums und Precussions liefen. Und zwar immer abwechselnd von zwei Plattentellern. Grandmaster Flash und Afrika Bambaataa sind nur die zwei bekanntesten DJ's, die Kool Herc battlete. Später arbeitete er auch mit ihnen zusammen und gemeinsam organisierten sie Parties.

Kool G Rap (& DJ Polo): MC und DJ aus Queens, New York (USA). Kool G Rap (Nathaniel T, Williams geboren 20. 7. 1968) begann seine Karriere Mitte der 80er Jahre. Als er noch zur High School ging, machte er sich schon einen Namen als MC, bis er 1986 Eric B, (von Eric B, & Rakim) traf der ihn mit DJ Polo bekannt machte, Beeindruckt von Kool G Rap's Fähigkeiten stellte dieser ihn dem damaligen "Gott" der HipHop-Produzenten Marley Marl vor, und nur wenig später entstand die zum Klassiker gewordene, von Marley Marl produzierte Debutsingle "It's A Demo" (1988 auf Cold Chillin' Records). Seither war Kool G Rap Mitglied der Juice Crew und machte mit seinen Labelkollegen Master Ace, Craig G und Big Daddy Kane die Maxi "TheSymphony". Noch im selbenJahr machten Kool G Rap & Polo ihr Debutalbum "Road To The Riches", das mit seinen Auskopplungen "Poison" und "Rikers Island" ein für Kool G Rap unerwarteter Erfolg war. Doch schon 1990, als das zweite Album "Wanted Dead Or Alife" erschien, bestätigte sich der Erfolg des inzwischen Vater gewordenen Kool G Rap, Maxis wie "Streets Of New York" und "Talk Like Sex" und "Bad To The Bone", sowie Produktionen von namhaften Leuten wie Eric B., Large Professor und Biz Markie überzeugten die HipHop-Fans auch außerhalb New Yorks. Da Kool G Rap hoffte, zu expandieren, ging er 1992 nach LosAngeles um dort zusammen mit Sir Jinx eine LP aufzunehmen. Das Ergebnis hieß "Live And Let Die", ein Album, welches eindeutig anders ist als die Veröffentlichungen vorher. Mit den für die Westcoast typischen Funkklängen und der Single "Ill Street Blues" sowie den Liedern "On The Run" und "Letters" gelang Kool G Rap & DJ Polo tatsächlich ein Triumph. Vorerst letztes Album "4,5, 6" (1995 auf Cold Chillin').

Kool Keith: (Keith Thornton) MC aus der Bronx, New York (USA). Thornton, der sich früher in psychiatrischer Behandlung befand, wurde Mitte der 80er Jahre Mitglied der Ultramagnatic MC's und etablierte sich dort mit seiner unverkennbaren Stimme und großem Können als einer der besten MC's in der Welt des HipHop. Doch nachdem die Ultramagnatic MC's 1994 ihr letztes Album "The Four Horsemen" veröffentlicht hatten, trennte sich die Gruppe, Auch um Kool Keith wurde es still. Mitte der 90er Jahre kombinierte er sein Reimtalent mit den innovativen Ideen der Produzenten DJ Shadow und Automator und gemeinsam mit DJ Q-Bert (Invisible Skratch Picklz) bildeten sie die Gruppe Dr, Octagon. Die erste Veröffentlichung der gleichnamigen LP, auf dem kleinen Label Bulk Records, wurde eine Sensation, die dazu führte, daß die Platte auf Mo Wax neu verlegt wurde. Noch im selben Jahr veröffentlichte Kool Keith ein Album, welches in Zusammenarbeit mit Tim Dog entstand, das Soloalbum "Sex-style" (auf Funky Ass Records), das auch unter dem Namen "Erotic Man" erhältlich ist und die Untergrundhitsingle "Keep It Real 'Represent'" produziert von Kutmaster Kurt.

Kool Moe Dee: (Mohandes DeWeese) MC aus New York City (USA). Als Mitbegründer der Oldschoolgruppe Treacherous Three MC's einer der Pioniere des Rap. Zusammen mit Spoonee G wurde er Anfang der 80erJahre auch über die Stadtgrenzen von NewYork hinaus bekannt. 1987 startete er jedoch eine durchaus erfolgreiche Solokarriere. Er unterschrieb einen Vertrag bei Rooftop/Jive Records und veröffentlichte sein Solodebutalbum, das genau wie der Künstler selbst "Kool Moe Dee" heißt. Der Soul-Fan galt als einer der ersten Swing-Rapper und machte selbst mit QuincyJones zusammen Musik. 1988 kam die zweite LP "How Ya Like Me Now" heraus. Auch die folgenden Alben "Knowledge Is King" (1989 auf Jive) sowie "Funke Funke Wisdom" (1991) gaben dem sog. Consciousness Rap einen neuen Schliff.

Kool Savas: Berliner MC, der besonders durch seine Aktivitäten mit Ono, Berlin Maskulin und MOR auf sich aufmerksam machte.

Kopenhagen: Hauptstadt von Dänemark, zählt zu den wichtigen Graffiti-Metropolen in Nordeuropa. Die ersten Graffitis wurden zu Beginn der 80er Jahre gemacht. Wichtige Namen sind Bates, Rens, der auch ein Graffiti-Magazin herausgibt, und Sek.

Kraftwerk: Elektronik-Formation aus Düsseldorf, Deutschland, Hauptmitglieder: Florian Schneider-Esleben, Electronics, Vocals, Violine, Flöte; Ralf Hütter, Keyboards, Vocals wechselnde Mitglieder: Klaus Dinger, Drums; Klaus Roeder, Gitarre, Violine; Wolfgang Flür, Percussion; Karl Bartos, Percussion; Andreas Hohmann, Drums; Henning Schmitz, Musiker; Fritz Hilpert, Musiker. Es gibt wohl kaum eine Band, sei es aus dem Bereich der elektronischen Musik oder des Jazz und des Rock'n'Roll, die auf HipHop in den frühen 80er Jahren einen immenseren Einfluß hatte, als die 1968 in Düsseldorf als "Die Organisation" gegründete Gruppe Kraftwerk. Ihr Slogan "Mensch Maschine" war und ist musikalisches Konzept und Programm. Ihre Stücke, so sagen sie selbst, verleihen den Maschinen eine Seele. Auf ihren Konzerten türmen sich auf der Bühne Keyboards, Drumcomputer, Monitorboxen, Mikrophone und selbst umfunktionierte Taschenrechner und Tastentelefone wollen Fans gesehen haben. Während sie von der deutschen Presse zerrissen wurden, feierten die von Video-spielen und George Clinton's comicartigen "Science-Fiction"-Funk beeinflußten afroamerikanischen Teenager die Gruppe als Götter einer neuen Musik. Sobald in irgendeinem verrauchten NewYorker Club ein Stückwie "Trans Europe Express", welches schnell zur Club-Hymne wurde, lief, bildeten sich Kreise und die Breaker begannen wie wild zu tanzen. Ihre Konzerte in New York waren stets überfüllt. Über die Tragweite ihrer Musik wurden sich die Düsseldorfer erst bewußt, als sich nicht nur Musiker wie David Bowie, sondern auch einer der Urväter des HipHop, Afrikaa Bambaata aber auch Gruppen wie Newcleus, 1,2 and 3, The Jonzun Crew, Planet Patrol, SJ/EF und TEE von Kraftwerks stets auf Stimmungs- und Abwechslungsreichtum bedachter Musik inspirieren ließen. Florian Schneider-Esleben und Ralf Hütter sind die tragenden Mitglieder der Gruppe. Schneider wurde in einer Kleinstadt als Sohn eines Architekten geboren, wuchs aber in Düsseldorf auf, Hütter, Sohn eines Arztes, stammt aus Krefeld und studierte Musik, Beide standen schon in jungen Jahren unter dem Eindruck des Schaffens des Filmemachers Fritz Lang, des Wissenschaftlers Wernher von Braun, und der Architekten des Bauhaus. 1969 schickten sie ein Demo nach England. Dieses wurde dort 1970 unter dem Titel "0rganisation-Tone Float" auf Platte gepresst. Die Kraftwerk-Alben "Kraftwerk" (1970), "Kraftwerk 2" (1971), "Ralf & Florian" (1973), "Autobahn" (1975), "Radioaktivität" (1975), "Trans Europa Express" (1977), "Mensch Maschine" (1978), "Computerwelt" (1981), "Electric Café" (1986) und "Tour de France" hatten mit der Musik der Organisation jedoch kaum noch Gemeinsamkeiten. Ein rot und weiß gestreifter Verkehrskegel, der ur-sprünglich bei Shows zur Absperrung der technikbepackten Bühne diente, wurde zum Logo der Gruppe. 1997 führten sie beim Tribal Gathering Music Festival in England und beim Roskilde Open Air neue Stücke auf. Im Juni 1998 begaben sie sich auf Welttournee. 1999 veroeffentlichten sie einen Track anlaesslich der Expo 2000.

Kreutzer, Peter: Graffiti-Experte aus München (D), der seit den 80ern zusammen mit Graffiti-Sprühern arbeitet und in den Medien als "Graffiti-Professor" bekannt wurde. Unter anderem gründete er mit K. Kitl die EGU.

Kriminalisierung: Besonders in den USA gibt es vielfältige Bemühungen, HipHop zu kriminalisieren. So wird HipHop zensiert und bestimmten Gruppen der Auftritt in einigen Städten untersagt. Eine Organisation, die für die Zensur von HipHop-Musik verantwortlich ist, heißt Parantal Advisory. Natürlich wird weltweit besonders das Writing aufgrund seines oft nicht legalen Charakters unverhältnismäßig stark verfolgt. In Berlin und anderen Städten wird zum Beispiel für die Jagd auf Sprüher Kopfgeld ausgesetzt. Auch Sprüher, die an legalen Stellen und Wänden von Abrißhäusern aktiv sind, sind nicht vor Verfolgung sicher. Siehe auch: Bundesgrenzschutz, Nofitti, Soko, Vandal Squad.

Kriss Kross: Rap-Duo aus Atlanta, Georgia (USA). Mitglieder: Mack Daddy (Chris Kelly geb, am 11. 8. 1978) und Daddy Mack (Chris Smith geb, am 10. 1. 1979). Entdeckt wurden die beiden Freunde 1991 von Jermaine Dupri (damals selbst erst 18 Jahre alt) in Atlanta, als sie vor dem Greenbiar Einkaufszentrum rappten. Mit ihrer Debut-Single "Jump", von der mehr als zwei Millionen Kopien verkauft wurden, landeten sie sofort auf Platz 1 der Popcharts und von ihrem ersten Album "Totally Crossed Out" (1992 auf Columbia/Ruffhouse Records), wurden gar vier Millionen Exemplare verkauft womit sie sich 50 Wochen lang in den Billboard Charts halten konnten. Kriss Kross waren für einen MTV Award und zwei Grammys nominiert und erhielten zwei American Musik Awards, Nachdem sie zusammen mit Michael Jackson auf Europa-Tournee und allein auf Nordamerika Tour waren, brachte Jermaine Dupri 1994 das zweite Kriss Kross Album "Da Bomb" raus, auf dem sich die mit Goldehrungen bedachte Maxi "Alright" (zusammen mit Supercat) befindet. 1996 kam das erste, wenigstens teilweise von Chris und Chris selbstproduzierte und getextete Album, "Young Rich And Dangerous" heraus.

KRS One: (Lawrence "Kriss" Parker) MC, Produzent und HipHopper aus NewYork City (USA). KRS One selbst nennt sich der "Teacher" oder "Metaphysician", Nicht zu leugnen ist, daß er wie kaum ein anderer (ausgenommen Africa Bambaataa vielleicht) HipHop repräsentiert, Angefangen hat alles am 20. August 1965, als Lawrence Parker in Park Slope Brooklyn geboren wurde, Er wuchs allein mit seiner Mutter und einem Bruder (Kenny Parker) auf, Als er 13 war wurden er und sein Bruder von seiner Mutter auf die Straße gesetzt und während Kenny wieder zurückging, zog Lawrence es vor auf der Straße zu leben, Seine Tage verbrachte er in öffentlichen Bibliotheken, um dann hoffentlich etwas Eßbares auftreiben zu können, Den Namen Kris bekam er verpasst, als er mit Hare Krishna zu tun hatte, für die er Essen an andere Obdachlose austeilte, um dann selbst etwas zu bekommen. 1984 kam er dann ins Franklyn Armory Obdachlosenwohnheim in die Bronx, wo er den Sozialarbeiter Scott Monroe Sterling (DJ Scott La Rock) traf, der sein Leben nachhaltig beeinflußte, Schließlich war es Scott La Rock, der den jungen Grafittikünstler dazu bewegte ein Mikrophon zur Hand zu nehmen und als MC aktiv zu werden. Zusammen formten die beiden Boogie Down Productions (BDP) und veröffentlichten einige Maxis und die zum HipHop-Klassiker gewordene LP "Criminal Minded"(1986 auf B-Boy Records). Als Scott am 26. April 1987 in einer Schießerei starb hatte KRS One seinen Mentor und seine Inspiration verloren, Nichtsdestotrotz machte er weiter Musik und stellte eine neue BDP Crew zusammen. Auf Jive Records, wo bis heute seine Platten erscheinen, publizierte er schon 1988 das nächste Album "By A11 Means Necessary" aufdem KRS One mit einer Uzi in der Hand posiert, in dem er das berühmte Foto von Malcom X nachstellt, auf dem sich Malcom am Fenster stehend mit einem Gewehr gegen Rassisten verteidigt. Die Musik von BDP ist hart und trocken und die Texte von KRS One hochgradig politisch. Sie richtensich aber nicht nur gegen Staat und Regierung, sondern an seine Kollegen im Rap Business, die mit ihrem nihilistischen Gequatsche von Gangs, großen Autos und viel Geld ihrer Verantwortung als öffentliche Figuren und Vorbilder nicht im mindesten gerecht werden. Zudem bringt er einfache, für jedermann gut nachvollziehbare, Weisheiten an den Hörer (den Afroamerikanischen insbesondere), so geschehen in Liedern wie "Black Man's In Effect", "Love's Gonna Get Ya", "Ya Strugglin" und vielen anderen. Der inzwischen mit Ms. Melodie verheiratete Kris (wenige Jahre später ließ er sich wieder scheiden), hatte viel zu erzählen und deshalb veröffentlichte er zusammen mit BDP 1989 "Gettho Musik: The Blueprint Of HipHop" und 1990 "Edutainment". Ganz nebenbei so scheint es, rief er die beiden wichtigsten politischen Aktionen im HipHop ins Leben. Die Stop The Violence-Bewegung 1988 (Mitbegründer war Nelson George) und H.E.A.L, (Human Education Against Lies) 1990. Nach einem Streit wurde 1991 die BDP Crew merklich kleiner und 1992 erschien das musikalisch wie inhaltlich extraharte, letzte BDP Album "Sex And Violence". KRS One machte in den folgenden Jahren nur noch Soloaufnahmen und das nicht zu knapp, Schon 1993 brachte er sein erstes Soloalbum "Return Of The Boom Bap" heraus, das mit den Hitsingles "Sound Of Tha Police" und "Return Of The Boom Bap" bestach. Zwischen vielen Gastauftritten auf Platten von Künstlern wie Channel Live und Mad Lion, entstand 1995 das inzwischen siebente Album: "KRS One" mit den Undergroundhitsingles "MC's Act Like They Don't Know" (von DJ Premier produziert) und "Rappers R'n'Dainja" sowie 1997 LP Nummer 8 "I Got Next" mit den Auskopplungen "Step In to A World" und "Friend", Auf der Maxi "Step Into A World" befindet sich ein Puff Daddy Remix, der sehr nach Kommerz klingt, Zudem machte einer der letzten wahren HipHopper Werbung für Nike und Sprite, was ihm viele seiner alten Fans vorwarfen, Doch KRS One rechtfertigte sich schlüssig mit dem Argument, daß er nur versuchte, neue Fans für sich zu gewinnen, die ihm, dem "Lehrer" dann schließlich zuhören würden und so erfahren könnten, was wahrer HipHop wirklich ist, Uber seine politischen und historischen Ansichten hielt KRS One Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre Vorträge an renomierten Universitäten, wie Harvard, Yale, Stanford, Columbia etc, Zusammen mit Musikgrößen wie den Neville Brothers, Billy Brag und R.E.M, nahm er diverse Lieder auf, Schließlich produzierte er für Leute wie Schooly D, Just-Ice, Steady B, sowie Queen Latifah und machte Musik mit Reggae-Künstlern wie Shabba Ranks und Ziggi Marley, Als einer der Trendsetter im HipHop, rappte er als einer der Ersten im Off-Beat-Stil und blieb damit nicht der einzige, Die Vielseitigkeit eines KRS One ist unbestreitbar, doch ist KRS ONE immer wieder für Kontroversen gut. Denn da, wo er früher die Jugend unterrichtete, da predigt er heute seine religionsartige Philosophie. Dies gipfelte in einem Projekt namens Temple Of HipHop, wo Schüler alles über die HipHop-Kultur, die jedoch stets durch Autodidakten voran getrieben wurde, erfahren sollen und darüber hinaus Lektionen in der Philosophie des KRS One erhalten

Krylon: Amerikanische Sprühdosenmarke, die besonders in Europa Kultstatus erreichte. Krylon entspricht in etwa der deutschen Marke Sparvar, mit der sie verwandt ist.

K-Solo: Auch Kevin Self Organization Left Others (Kevin Madison). MC aus New York City (USA). Der langjährige Freund von Parrish Smith ( EPMD) arbeitete anfänglich mit diesem in einer Gruppe zusammen, machte sich dann jedoch selbständig. Als Mitglied des Hit Squad's tourte er zusammen mit EPMD und machte sich Anfang der 90erJahre, einen Namen als hervorragender Live-MC, 1992 veröffentlichte er sein erstes und einziges Album "Times Up".

Kurtis Blow: (Kurt Walker), Rapper und HipHop-Produzent aus Harlem, NewYork (USA). Als HipHop in den Straßen NewYorks populär wurde, war der am 9. 8. 1959 in Harlem geborene Kurtis Blow einer der ersten, die Rap vermarkteten und aus der Straßenkultur ein l00.000fach gekauften Artikel machten. Nachdem Kurtis schon zu High School Zeiten als DJ tätig war, versuchte er es in den späten 70ern mit dem Rappen. Seine ersten vorgetragenen Verse klaute er sich kurzerhand von DJ Hollywood, Er arbeitete mit Grandmaster Flash und Run DMC zusammen und wurde von Russel Simmons betreut, 1979 erhielt er als erster Rapper überhaupt einen Vertrag mit einem großen Label (Mercury) und machte noch im selben Jahr, die bis dahin erfolgreichste Platte im HipHop "X-mas Rappin" (400000 verkaufte Exemplare). Als 1980 seine zweite Single "Breakin" erschien, verkaufte Blow sie über eine halbe Million Mal, Kurtis Blow hat in seiner langen Karriere, 10 LP's veröffentlicht. So auch das Album "Kingdom Blow", für das er sich Bob Dylan und George Clinton ins Studio holte. LP's: Kurtis Blow (1980), Deuce (1981), Tough (1982), The Best Rapper On The Scene (1983), Break To Rap (1983), Party Time? (1983), Ego Trip (1984), America (1985), Kingdom Blow (1986), Back By Popular Demand (1988). Alle Alben erschienen auf MercuryRecords. BODY TABLE ENDE! --> Footer Start -->



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