Der Buchstabe "D"

Buchstabe "D"

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Da Brat: (Shawntae Harris) Rapperin aus Chicago, Illinois (USA). Als Da Brat 1992 einen MC-Contest, der von Ed Lover moderiert wurde gewann, wurde Jermaine Dupri auf sie aufmerksam. Zunächst absolvierte sie einen Gastauftritt bei Kriss Kross, auf deren "Da Bomb"-Album, 1994 erschien dann ihr Debut "Funkdafield" (Columbia Records). 1996 veröffentlichte sie ihre zweite Scheibe, "Anuthatantrum". Da Brat gründete die Management-Firma "Thowin' Tantrums" und ist Darstellerin in der Fernsehserie "Full Court Press".

Da Germ: (René Swain) aka Al Rakhun, Rapper und DJ. Seit 1984 aktiver Hiphopper. 1992 auf dem "Krauts With Attitude"-Sampler vertreten und im gleichen Jahr Veröffentlichung des "Zyon"-Albums unter dem Namen Zyon. Hiernach längerer USA-Aufenthalt. 1994 dann die "Days Of Resuraction"-LP, 1995 die LP "Lost it" und die Doppel-LP "Flashism" ,sowie diverse Singles. Da Germ nutzte seine guten Beziehungen in New York, lebt und arbeitet heute im "Big Apple".

Daim: Writer aus Hamburg, seit 1989 aktiv. 1992 unter dem Namen "Caza" bekannt, Mitglied der TCD-Crew (Trash Can Design). Gilt als einer der Meister des Fotorealismus und der 3D-Styles. Eine seiner Spezialitäten sind seine Style-Plastiken.

Dane: Berliner Oldschoolwriter, seit 1988 aktiv.

Dare: Writer aus Basel (CH), seit 1986 aktiv. Mitglied der Crews TWS, RPM und ABC.

DAS Efx: MC-Duo aus New York-Brooklyn (USA). Mitglieder: Skoob (Willie Hines) und Dray(z) (Andre Weston). Wurden bei einem Contest im Jahre 1989 von EPMD entdeckt. 1992 landeten sie einen Hit mit "They Want EFX" und ihrem Debut-Album "Dead Serious" (East West Records). 1993 veröffentlichten sie ihr "Straight Up Sewacide"-Album und trennten sich von EPMD, die bis dato ihre Produzenten waren. 1995 erschien ihr Album "Hold It Down", mit der Auskopplung "No Digidi".

DAT (Digital Audio Tape): Magnetband-Speichermedium, das Musik digital speichert. Wird von Musikern gerne bei Auftritten zum Abspielen ihrer Instrumentals verwendet. Wird heute oft Anstelle der alten analogen Masterbänder benutzt.

Daze: Writer aus New York, der seit 1978 aktiv ist.

DDR: Siehe Die Deutsche Reimachse.

Dead Presidents: Synonym für Geld. Entstand aus der Tatsache, daß auf den Dollar-Noten die Köpfe der (verstorbenen) Prasidenten abgebildet sind.

Death Row Records: Plattenlabel aus Los Angeles, Kalifornien (USA). 1992 gegründet von Dr. Dre und Suge Knight. Erste Veröffentlichung "The Chronic" von Dr. Dre, die sich über drei Millionen mal verkaufte. Mitte der 90er Jahre galt Death Row als das erfolgreicheste Label der USA. Sein Gangster-Image wurde dem Label zum Verhängnis, denn nachdem Tupac und Notorious B.I.G. in den Jahren 96 und 97 ermordet wurden, wendete sich das Blatt. Dr. Dre verließ das Label und gründete "Aftermath Entertainment", Snoop Doggy Dog brachte noch eine LP bei Death Row auf den Markt und verabschiedete sich ebenfalls. Death Row existiert noch heute, wenngleich auch mit weniger Erfolg.

Decks: Begriff aus dem DJing, auch Turntables genannt, Synonym für Plattenspieler.

Dedication: (engl.: Widmung) Bezeichnung für eine Widmung. Im Graffiti häufig neben oder unter einem Piece zu finden. Im Musik-Bereich auf Plattencovern oder als Text im Lied.

Def: (Slang) abgeleitet von "death", sinngemäß "geil" oder "sehr gut".

Def American Records: USAmerikanische Label, gegründet 1988 von Rick Rubin (ex-Def Jam Records). Ist bekannt geworden durch Interpreten wie den Geto Boys, Sir Mix-A-Lot, Slayer und den Red Hot Chilli Peppers. Rubin gilt als einer der schärfsten Zensur-Gegner Amerikas. Seit 1993 firmiert DAR unter dem Namen American Records.

Def Jam (SONY/CBS): Legendäres Hiphop-Label aus den USA. 1984 gegründet von Russel Simmons und Rick Rubin. Erste Veröffentlichungen auf Def Jam "I Need A Beat" von LL Cool J und "Rock Hard" von den Beastie Boys. Def Jam's Vertragspartnerliste liest sich wie die Top-Ten der 80er Hiphop-Interpreten. Zu ihnen gehören unter anderem Public Enemy, Beastie Boys, Run DMC, Original Concept, 3rd Bass, LL Cool J und Slick Rick. Der Film "Krush Groove" dokumentiert die Gründerjahre der Firma. Trotz der Trennung von Rick Rubin ist Def Jam heute noch aktiv.

Def Squad: Vereinigung von Eric Sermon, Keith Murrey und Redman. 1998 erschien die gemeinsame LP mit dem Namen "EI Nino" auf Def Jam.

Dekontaminol: Reinigungsmittel für Graffiti-Entfernung.

Del Tha Funky Homosapien: (Teren Delvon Jones), Cousin von Ice Cube und Mitglied bei den Hieroglyphics. Bekannt wurde er vor allem durch die 12" "Misdoblina" (1991) von der LP "I Wish My Brother George Was Here" (1991 auf Electra). 1994 erschien die EP "No Need For Alarm".

De La Soul: HipHop-Musikgruppe aus Amityville, New York (USA). Mitglieder: Posdnous (Kelvin Mercer), Mase (Vincent L. Mason Jr.) und Trugoy the Dove (David Jude Joliceur). 1989 veröffentlichten sie ihre von Prince Paul produzierte Debut-LP "3 Feet High And Rising" (Tommy Boy). De La Soul galten zu diesem Zeitpunkt als die Wegbereiter des modernen Hiphop. 1991 brachten sie dann ihr Konzeptalbum "De La Soul Is Dead" auf den Markt. 1993 folgte die LP "Buhloone Mindstate" und 1996 die vierte LP-Veröffentlichung "Stakes Is High". Zu ihrem Umfeld gehören Gruppen wie z.B. A Tribe Called Quest und die Jungle Brothers.

Delinquent Habits: HipHop-Gruppe aus Los Angeles, Kalifornien (USA). Mitglieder: O.G. Style, Kemo und Ives. Hit-Single "Tres Delinquentes (1996 auf Loud/RCA Records), daraufhin erschien das Debutalbum "Delinquent Habits" (1996). 1997 veröffentlichten sie die LP "Here Come The Horns" (1997), auf der sie unter anderem von Mellow Man Ace und Sen Dog von Cypress Hill unterstützt wurden. Auffällig sind die von ihnen verwendeten Latein-Amerikanischen Sounds und Samples.

Delta: Writer aus Amsterdam. Seit 1983 aktiv, auch unter dem Namen "Mess" bekannt. Weltweit berühmt geworden durch seine 3D-Styles, die er auch plastisch umsetzt. Gilt als einer der stylegeistigen Väter von Daim, Hesh und anderen.

Demo: Siehe Demotape.

Demotape: Bezeichnung für eine zu Promotion-Zwecken produzierten Audio-Kassette.

Depot: Begriff aus dem Writing. Meint den Abstellbahnhof von Zügen.

Derek B.: Oldschool-Rapper aus Großbritannien. 1989 debutierte er mit seiner vielbeachteten LP "Bullets From A Gun".

Derezon: DJ und ehemaliger Writer aus Berlin, Mitbegründer der Funky Drummer Productions. Gilt als einer der einflußtreichsten DJ's Berlins. Arbeitete neben anderen Projekten mit den Hypadelics und Islamic Force zusammen.

Dero: Writer aus NewYork (USA), seit 1981 aktiv. Mitglied der Writercrews TFA, TC5, FC, NYC und IBM.

Designs: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für die Schmuckelemente eines Graffiti. Oft stehen auch bestimmte Desings für einen bestimmten Style.

Destroyen: wörtlich "Zerstören". Begriff aus dem Writing, meint die Zerstörung einer optischen Einheit (z.B. einer S-Bahn), wird als Kraftausdruck für aggressives Bombing verwendet.

DEZ: Writer aus New York, der seit den 70ern aktiv ist.

Diamond D.: (Joe Kirkland), HipHop-Produzent und MC aus der Bronx, NYC (USA). Mitglied der Diggin In The Crates Crew. 1993 veröffentlichte er seine erste LP "Stunts, Blunts And HipHop". Sein zweites Album "Hatred, Passion And Infedelity"erschien 1997. Hauptsächlich ist er bekannt als Produzent für Interpreten wie Rakim, Tha Alkoholics, Fugees, The Pharcyde, Brand Nubian, u.a.

Die Deutsche Reimachse: Name eines deutschen HipHop-Projektes aus dem Jahre 1993 zur Unterstützung der Deutschen Aidshilfe unter der Federführung von Rap Nation Records. Hier wirkten Gruppen wie Die Reimbanditen, Die Fantastischen Vier und Fresh Familee mit.

Digable Planets: HipHop-Band aus Washington D.C. (USA). Mitglieder: Doodlebug (Craig Irving), Butterfly (Ishmael Butler) und Ladybug (Mary Ann Vierra). Auf Pendulum Records erschien 1993 ihre erste Single "Rebirth Of Slick (Cool Like That)" und ihr Debutalbum "Reachin' (A New Refutation Of Time And Space)". Ihre Musik ist eine Verschmelzung von Hiphop und Jazz, oft benutzen sie Live-Instrumente. 1994 erschienen ihre zweite LP "Blowout Comb".

Diggin' In The Crates: Projekt von Diamond D., Fat Joe, Show & AG und OC.

Digital Underground: HipHop-Gruppe aus Oakland, Kalifornien (USA). Mitglieder: Shock G (Gregory E. Jacobs), Humpty Hump (Gregory E. Jacobs), Chopmaster J., (Jimi Dight), DJ Fuze (David Elliot), Schmoovy Schmoov (Earl Cook), Money B (Ron Brooks), Dirty-Red (Michael Boston) und Tupac (Tupac Amaru Shakur). Zusammen mit Chopmaster J. gründete Shock G. 1987 Digital Underground, zu zweit veröffentlichten sie die Single "Underwater Rhymes". Noch bevor die Gruppe 1989 bei Tommy Boy Records einen Plattenvertrag unterschrieb, kamen die restlichen Mitglieder hinzu. Dank der legendären Single "Humpty Dance" (Platz 11 der Popcharts) verkaufte sich ihr Debutalbum "Sex Packets" sehr gut. Shock G. Gilt als einer der Initiatoren des G-Funk. 1991 erschien "This Is An EP Release", gefolgt von der zweiten LP "Sons Of The P". 1993 veröffentlichten sie das Album "Body Hat Syndrome", dann "FutureRhythm"(1996) und "Who Got The Gravy?"(1998). Beide erschienen auf Critique/Radical Records.

Ding Dong: Begriff aus dem Writing; Bezeichnung für eine Baureihe der New Yorker Subway, die wegen ihrer Klingel so genannt wird. Diese Züge sind leicht zu buffen und werden daher in der Regel nur mit Tags und Throw Ups besprüht.

Disco Three: Siehe Fatboys.

Disposable Heroes Of Hiphoprisy: HipHop-Gruppe aus San Francisco, Kalifornien (USA). Siehe Franti, Michael.

Dissen: (Abgeleitet von disrespect) Slang-Ausdruck für das Nicht-Respektieren, Angreifen oder Schlechtmachen eines anderen Menschen.

DJ: Abk. für Discjockey. Englischen Bezeichnung für "Plattenaufleger". Im Hiphop durch verschieden Techniken wie z.B. das Scratchen und Cutten weiterentwickelt und gleichwertig zu anderen Musikern (MC's etc.) zu sehen.

DJAX/ DJAX UP Records: Niederländische Plattenfirma, gegründet von Saskia "Ms. Djax" Slegers. Mit der LP "No Energies" von 24K brachte sie die erste Rap-Veröffentlichung der Niederlande auf den Markt. Es folgte das Album "Mind Over Matter"der Dope Posse, einer elfköpfigen, in englischer Sprache rappenden Gruppe aus Hollands Süden. DTF,einer der Mitglieder der Dope Posse brachte auf DJAX auch eine Solo-LP heraus, die von Dope Posse DJ Oh Jay produziert wurde und diverse Mitglieder der Stammgruppe featurte. Die LP "Hard To Handle" des Rappers KAY-LC wurde der nächste Erfolg des Labels. Im April des Jahres 1992 organisierte Saskia Slegers die Veröffentlichung einer weiteren LP der Gruppe 24K. Sie nahm auch die Osdorp-Posse (Def P und DJ Seda) unter Vertrag. Seit Mitte der Neunziger ist DJAX vor allem für Produktionen im House/Techno-Bereich bekannt.

DJ-Bags: Spezielle Taschen für den Transport von Schallplatten.

DJ Evil Dee: (Eward Dewgarde) HipHop DJ und Produzent aus Brooklyn, New York (USA). Früher Mitglied der Gruppe Black Moon. Heute ein Produzent aus dem Team der Beatminerz. Gehört zur Boot Camp Clik und produzierte Tracks für die Originoo Gunn Clappaz, Smif-N-Wessun etc.

DJ Double R: Pseudonym von Rick Rubin, der als DJ in den frühen 80er Jahren mit den Beastie Boys zusammenarbeitete.

DJ Honda: Produzent und DJ aus Hokaido, Japan. Wurde Zweiter bei dem "DJ-Battle for the World Supremecy" 1992. 1996 veröffentlichte er sein Debutalbum "DJ Honda" (Relativity Records) auf dem HipHop Stars wie Gang Starr, Beatnuts, Common, Grand Puba, Biz Markie und viele andere mitwirkten. Lebt heute in New York und ist auf vielen Parties und Hiphop-Veranstaltungen (zum Beispiel auf ITF DJ Battles als Juror) präsent. 1998 entstand die zweite LP "H II" auf der MC's wie Keith Murray, Rawcotiks, Beatnuts, Fat Lip von Pharcyde, Mos Def und andere vertreten sind.

DJing: Siehe DJ.

DJ Jezzy Jeff & The Fresh Prince: (Jeff Towens & Will Smith) Rap-Gruppe aus Philadelphia, Pennsylvania (USA). 1986 veröffentlichten sie die Single "Girls in The World Are Nothing But Trouble" (mit dem Sample der Titelmelodie der Fernsehserie "Bezaubernde Jeanie"). Es folgten die Alben "Rock The House" (1987) und "He's The DJ-I'm The Rapper (1988)", das den Top 20 Hit "Parents just don't Understand" enthielt. DJ Jeazzy Jeff gilt als Inovateur der "Transform"-Technik. Weitere LP's "And In This Corner ... " (1989), "Homebase" (1990) und "Code Red" (1993). Für ihre Hitsingle "Summertime" erhielten sie 1991 einen Grammy in der Kategorie "Best Rap Performance By A Duo Or Group". 1990 begann die Schauspielkarriere von Will Smith mit der Hauptrolle in "Fresh Prince Of Bel Air". Unvergessen auch sein Auftritt in "Men In Black" und "Public Enemy". Angeblich möchte Smith für den Präsidenten-Posten der USA kandidieren.

DJ Krush: HipHop-DJ und Produzent aus Tokio (Japan). Gründete 1987 die Krush Posse. Bekannt durch seine Live-Auftritte gemeinsam mit Live-Musikern. Noch bevor Krush 1994 sein Debutalburn (auf Sony Music/Japan) veröffentlichte, löste sich die Krush Posse auf und Krush lernte Guru und DJ Premier von Gangstarr kennen. Guru reimte auch auf einigen Stücken seiner LP. Er wechselte 1994 zu Mo Wax wo er noch im selben Jahr seine zweite LP "Strictly Turntabelized" veröffentlichte. Zwei Jahre später erschien die LP "Meiso" (Mo Wax). 1997 kam die vierte LP "Milight" heraus, die dem TripHop zuzurechnen ist.

DJ-Kultur: Siehe DJ.

DJ Mark The 45 King: (Mark James) DJ und Produzent aus New York City (USA). Mitte der 80er Jahre produzierte er Hits für Chill Rob G und andere. Ist Mitglied und Chef-Produzent der Flavor Unit. Verwirklichte seit 1990 auch eigene LP-Projekte, so z.B. die LP "45 Kingdom" (Tuff City Records), die fast nur Instrumentals enthält und unter DJ's und bei Freestyle-Sessions sehr beliebt war. 1991 veröffentlichte er "900-Number", seinen bisher größten Hit. Bekannt sind auch seine zahlreichen "The Lost Breakbeats"-Veröffentlichungen.

DJ Mirko: DJ aus Deutschland, arbeitet eng mit Spax zusammen.

DJ Muggs: (Lawrence Muggerud), DJ und Produzent aus Los Angeles, Kalifornien (USA). Bekannt duch seine Kreation des Cypress Hill Sounds. Neben seinem überaus erfolgreichen Engagement für seine Partner Sen Dog und B-Real, war er als Produzent für verschiedene andere Gruppen wie zum Beispiel Funkdoobiest und House Of Pain tätig. 1997 veröffentlichte er das Album "DJ Muggs Presents: The Soul Assasins" (Ruffhouse/Columbia Records) auf dem Interpreten wie z.B. KRS One, Wycleff Jean ( Fugees), Goodie Mob, Mobb Deep, Dr. Dre u.a. vertreten sind.

DJ Renegade: (Winston Small) DJ und Produzent aus Tottenham, London (GB). Besonders in Europa bekannter DJ. In seinem Homestudio produzierte er in den 90er Jahren die Urban Species und andere Londoner Acts. Produziert auch Remixe für R'n'B-Musiker.

DJ Shadow: (Josh Davis) DJ und Produzent aus Hayward, Kalifornien (USA). Begann schon zu High School-Zeiten, erste Beats zu produzieren. Wie jeder DJ brachte er Mixtapes heraus (z.B. "Reconstructed From The Ground Up"). Gilt als einer der Pioniere des experimentellen und instrumentalen HipHop (später TripHop genannt). 1993 veröffentlichte er sein erstes eigenes Stück "Entropy", es folgten Singles wie "In/Flux" sowie "Lost An Found (S.F.L.)" und 1995 die EP "What Does Your Soul Look Like", alle auf Mo'Wax erschienen. Shadow produzierte auch für DJ Krush und Dr. Octagon, seine Debut LP "Endtroducing" erschien 1996. 1998 folgte "Premeptive Strike", eine Zusammenfassung seiner frühen Singles.

DJ Tomekk: Radio und Mixtape-DJ aus Berlin. Veröffentlichte seine erste 7" 1991 unter dem Namen "MC Mis One". Seit Mitte der Neunziger konzentrierte er sich unter seinem jetzigen Namen auf das Djing und arbeitete als Radio DJ und Moderator des Berliner Club-und Dance Musiksenders Kiss 99 FM. Sein wohl größter Erfolg war der 1999 erschienene Track "One Two Three - Rhymes Galore", auf der er gemeinsam mit Flavor Flav, Grandmaster Flash, Afrob und MC René zu hören ist.

DJ-Tools: (DJ-Werkzeuge) sind Soundeffekte, Samples, Instrumentals etc. auf Platten, die dem DJ ermöglichen, zu scratchen, zu mixen, zu cutten und andere Effekte zu erzeugen.

D-Nice: (Derrick Jones), MC aus der Bronx, New York (USA). Jugendfreund von KRS One und Scott La Rock. Mitglied der BDP Crew. Wirkte er an den Alben "Ghetto Musik: The Blueprint of HipHop", "By All Means Necessary" und "Edutainment" mit. 1991 verließ er die Gruppe. 1992 veröffentlichte D-Nice sein erstes Soloalbum "To Da Rescue".

D.O.C.: (Trey Curry), Rapper aus Houston, Texas (USA). Bekannt durch den von Dr. Dre produzierten Hiphop-Klassiker "No One Can Do It Better" (1989 auf Ruthless Records erschienen). Entdeckt wurde er von Eazy E., als er in Dallas mit seiner damaligen Gruppe der Fila Fresh Crew als Vorband auftrat. Durch eine Autounfall bedingt, beschränkt er sich heute auf das Texten. Gerüchten zufolge schrieb er die Texte zu Dr. Dre's Debut-Album "The Chronic". 1996 erschien sein zweites Album "Helter Skelter" (auf Giant Rec.).

Dolby: Ein in A, B, C und Surround untergliederter Markenname, für ein spezielles System zur Geräuschunterdrückung bei der Aufnahme und Wiedergabe akustischer Signale von Ton- und Bildträgern. Dieses System wurde nach dem Erfinder, dem Physiker Ray Dolby benannt.

Dondi: Writer aus New York (USA). Seit 1973 aktiv. 1998 nach langer Krankheit verstorben. Weltweit bekannt durch hunderte von Whole Cars und Trainbombings. Seit 1980 sind seine Werke in diversen Ausstellungen zu sehen.

Doo Wopp: Harmonischen Gesangsstil, der auf drei bis fünf Sänger mit geringfügiger instrumentaler Begleitung basiert. Entstand Mitte der 50er Jahre. Ein bekanntes Doo Wopp-Label ist das 1956 von Paul Winley gegründete Winley Recordings-Label.

Dope: (engl.:Rauschgift) Bezeichnung für Drogen, aber auch Synonym für "Fett".

Dope Beats: Black Music Radiosendung auf MDR Sputnik, moderiert von Norbert Rudnitzky und Oliver Kehnen, existiert seit 1992.

Doppel-Wholecar: Siehe Married Couple.

Dose: Begriff aus dem Writing für eine Sprühdose.

Dosenspuk: Graffiti-Magazin aus Hamburg, das in der ersten Hälfte der 90er erschien.

Do The Right Thing: Spielfilm von Spike Lee.

Doug E. Fresh: (Douglas Davis and the Get Fresh Crew) MC aus New York City (USA). 1984 entstanden die Stücke "The Original Human Beatbox" (erschienen auf Vintertainment Records) und "Just Having Fun" (Enjoy Records). 1985 veröffentlichte er die Single "The Show/LaDiDaDi"(Reality Records). MC Ricky D (später bekannt als Slick Rick) aus der Bronx stellte sich auf dieser Aufnahme der Öffentlichkeit vor. Die Platte wurde mit Gold ausgezeichnet und ist ein HipHop-Klassiker. Mit der Hilfe seiner Get Fresh Crew wozu die DJ's Chill Will und Barry Bee gehörten, nahm er sein Debutalbum "Oh My God" (1986, Reality Records) auf und 1988 "The World's Greatest Entertainer". 1989 verließ er das Label. Er beteiligte sich an der "Stop The Violence"-Bewegung und half bei der Organisation der "Stop the Racism Rally" in Harlem. 1993 wechselte er zu Gee Street Records und veröffentlichte dort die Single "I-Ight".

"Down" sein mit jemandem: heißt soviel wie zu sympathisieren oder gemeinsam abzuhängen.

"Down by Law": In einer Sache sehr begabt sein, schon lange dabei sein.

Down Rocks: Begriff aus dem B-Boying, Bezeichnung für bestimmte Moves. In diesem Fall sind Schritte am Boden gemeint. Normalerweise werden Downrocks mit Freezes und Hesitations kombiniert und bilden die Grundlage für weitere Moves.

Down Town Lyrics: HipHop-Gruppe aus Ost-Berlin. Mitglieder: MC Sluck, (MCT, Crazy T, Poise, Waffel), G.I. Tronic, Phite B, Rebel X.. Die Gruppe gehörte zu den Pionieren der HipHop-Bewegung in der ehem. DDR und war der Vorgänger von A Real Dope Thing.

Do Ya-Posse: Aufgrund verschiedener rassistischer Übergriffe in Chemnitz gründeten 1992 einige Leute aus dem HipHop-Umfeld eine anti-rassistische Gruppe, deren erste Aktion der Boykottaufruf gegen eine bestimmte Diskothek war. Aufgrund der Herkunft der Gründer und deren Unterstützer aus der HipHop-Kultur, wurde bald eine HipHop-Posse daraus. Es wurden Parties, Jams und Workshops veranstaltet, die die Do Ya-Posse bald auch überregional bekannt machten. Die Posse wurde Ende 1992 aufgelöst.

DPC: Da Problem Children. Leipziger Old School Writercrew um Cooky und Niko Schirmer, die schon in den 80ern aktiv war.

Dream Warriors: HipHop-Gruppe aus Toronto (USA). . Mitbegründer der Beatfactory, einer Förderungsgemeinschaft für HipHop in Kanada. Mitglieder: King Lou, Capital Q, Luv, Spek, der die Gruppe inzwischen wieder verlassen hat. King Lou und Capital Q fanden sich aufgrund ähnlicher Ansichten und ihres großen Interesses an B-Boying und Writing schon Mitte der 80er Jahre zusammen und begannen gelegentlich gemeinsam zu rappen. Erste Veröffentlichung "Face In The Basin", die in den späten 80ern auf einem US-amerikanischen Label erschien. Wechsel zu Island Records, 1991 veröffentlichte sie das sehr stark Jazz-und Funk beeinflußte Album "And Now The Legacy Begins". Mit Sinhead O'Connor auf Tour und waren somit die ersten kanadischen Hiphopper, die die Möglichkeit hatten, auf eine Welttournee zu gehen. Weitere Alben: "Subliminal Simulation" und "The Master Plan", die 1994 und 1996 auf EMI, RCA Canada veröffentlicht wurden.

Dr. Dre: 1. (Andre Young), HipHop-Produzent und Rapper aus Compton, Kalifornien. Schon Anfang der Achtziger in Compton und South Central-L.A. bekannter und geschätzter DJ, der für große Clubs und im Radio auflegte. 1984-85 war er Mitglied der World Class Wrecking Cru. 1986 wurde Dr. Dre Mitglied bei N.W.A., welche noch im selben Jahr als Vorband für Salt'n'Peppa auftrat. In den folgenden Jahren produzierte er nicht nur für N.W.A. sondern auch Soloalben für Eazy E., Michel Le und J.J. Fad. 1990 produzierte er den Titelsong zum "We Are All In The Same Gang"-Sampler, dem fast alle damals aktuellen Rapstars der Westküste beiwohnten. Nachdem Dre das 1991 auf Ruthless Records erschienene letzte N.W.A.-Album "Niggaz4Life" produziert hatte, welches auf Platz 1 der Billboard Album Charts landete, verließ er N.W.A. und Ruthless Records. Gründung des Labels "Death Row Records" und erste Soloveröffentlichung 1992 mit "The Chronic" (über 3 Millionen mal verkauft), für die Single "Let Me Ride" erhielt er 1993 einen Grammy. Seinen neuen Sound nannte er selbst G-Funk, welcher schnell an großer Popularität gewann. Noch im selben Jahr (1992) komponierte er das Lied zum Kinofilm "Deep Cover", wobei er auch den Neuling Snoop Doggy Dogg vorstellte. 1995 produzierte er die Musik und einige der Raps für die 2Pac Hitsingle "California Love". 1995 veröffentlichte er die Single "Keep Their Heads Ringin'" für den Soundtrack zum Film "Friday". 1996 heiratete er und verließ das Death Row Label, um seine eigene Firma, Aftermath Entertainment zu gründen. 1996 auf dem neuen Label erschien dann "Dr. Dre Presents... The Aftermath". 1997 erschien auf seinem Label das Album von der Firm-Clique "The Firm", das er zu großen Teilen mitgestaltete. 1998 wurde die Auflösung des Labels bekanntgegeben. In seiner langen Produzentenkarriere hat Dr. Dre eine Vielzahl von Künstlern, wie zum Beispiel Snoop Doggy Dogg, Michelle Le, den D.O.C., Above The Law und viele andere Akteure entdeckt und aufgebaut oder ihnen zu Ruhm verholfen.

2. (Andre Brown) HipHop-DJ aus NY (USA). Anfang der 80er Mitglied der Gruppe "Original Concept", eher bekannt durch seine Tätigkeit als VJ bei YO! MTV Raps und seine wöchentliche Radioshow auf Hot 97 FM in New York City.

Drei-D's: Begriff aus dem Writing; Siehe 3-D's.

Drei D-Blocks: Siehe 3-D-Letterstyle.

Drive By: Oder Drive By Shooting. Dies ist eine spezielle Form des Mordes unter Gangs, bei der aus einem vorbeifahrenden Auto auf das Opfer geschossen wird.

Drips: (engl.: "Tropfen") Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für heruntergelaufene Farbe. Drips entstehen, wenn man mit der Sprühdose zu langsam arbeitet und somit zu viel Farbe auf denselben Punkt gelangt. Drips können auch durch Regen, ungeeignete Oberflächen oder zu dünne Farbe entstehen. Erfahrene Writer benutzen Drips aber auch als Designs. Der erste Writer, der dies tat, war der New Yorker Writer Phase 2.

Dr. Octagon: HipHop-Musik-Projekt aus den USA. Mitglieder: Kool Keith (Keith Thornton), Automator (Dan Nakamura), Q-Bert, DJ Shadow (J.Davis). 1995 veröffentlichten sie den ClubHit "Earth People". 1996 erschien Album "Dr. Octagon", vorerst nur auf Bulk Recordings, einem Label aus San Francisco. Besonders in Europa war der Erfolg von Dr. Octagon überwältigend, vor allem weil nicht nur HipHop-Fans sondern auch Hörer von Trip Hop, House und gänzlich anderer Musik die Platte kauften. Noch im selben Jahr wurde die Scheibe auf dem englischen Label Mo'Wax für den europäischen Markt nochmals aufgelegt. Auf demselben Label erschienen auch die "Instrumentalist (Octagon Beats)" sowie alle weiteren Singles mit ihren zahlreichen Remixes, von denen der von Prince Paul produzierte Mix von "Blue Flowers" ein nochmaliger Hit wurde.

Drum'n'Bass: Musikalisches Genre. Drum 'n' Bass entstand als Produkt der englischen Rave-Szene der ausgehenden Achtziger. Die Haupteinflüsse nimmt die Musik jedoch aus dem HipHop und Reggae. Hauptstadt und Hauptentstehungsort von Drum'n' Bass ist London. Als konkrete Geburtsorte werden oft die Londoner Clubs Rage und Blue Note genannt. Ursprünglich wurde dieser Stil "Jungle" genannt und war stark vo Raggae beeinflußt. Labels dieses Genres sind z.B. Metalheadz (Goldie), Gyration, Smokin Drums, Don-Q, Typhoon Tunes und Case Invaders. In jeder europäischen Metropole hat sich schon eine eigene Szene, mit eigenen, ausgeprägten Stilmerkmalen, Veranstaltungsorten, Akteuren und Medien gebildet. Nennenswerte Acts sind Prodigy (Crossover zu Punk), DJ Hype, DJ SS, DJ Kabuli, Rebel MC (Congo Natty), FM Science, Goldie und die Precision Crew. Oft begleiten MC's live die Drum'n'Bass Beats.

Dub: Von King Tubby und Lee Scratch Perry ins Leben gerufene Musikrichtung, ursprünglich ein besonderer Reggae-Stil. Hierbei werden Klänge mit Echos und Hall unterlegt. Dub fand Einfluss in fast alle gängige Musikrichtungen, wie z.B. Hiphop, Ragga, House, Techno, Electro, Big Beat, Drum'n'Bass und Pop.

Duck Squad: Posse aus Österreich, die regelmäßig Jams und diverse andere HipHop-Projekte organisiert.

Dudge: Trainbomber aus Stockholm, der seit 1986 aktiv ist und der Writercrew VIM angehört.

Dunkey Rope: (engl.: "Eselskette") scherzhafte Bezeichnung für eine Rapperkette.

Dupli Color: Farbsprühdosenmarke, die auch spezielle Produkte für Writer hertellt, z.B. werden zu diesen Dosen besondere Caps mitgeliefert.

Dupri, Jermaine: (Jermaine Dupri Maulden): Produzent aus Atlanta (USA). Sohn eines Managers im Musikgeschäft (Michael Maulden ist Vize President von Columbia Records), Als Jermaine zarte 14 war, produzierte er zusammen mit Joe "The Butcher" Nicolo (später Mitbegründer von Ruffhouse/Columbia Records) das Mädchentrio "Silk Tymes Leather". Verkaufte Mixtapes, die den Namen So So Def trugen. Seinen ersten großen kom- merziellen Erfolg hatte Dupri als er im Alter von 18 Jahren (1992) Mack Daddy und Daddy Mack (Kriss Kross) zu Joe Nicolo brachte. Dupri machte sie zu Stars und das vollständig von ihm produzierte Album "Totally Crossed Out" ver- kaufte sich mehr als 7 Millionen Mal. Sein Vater, mit dem er immer noch eng zusammenarbeitet, wurde Manager fast aller Künstler die Jer- maine produzierte. Heute sind darunter Interpreten wie z.B. Da Brat, MC Lyte und die R&B Gruppe Xscape, die auch die erste Band auf seinem 1993 gegründeten Label So So Def Records ist. Er produzierte unter anderem für Künstler wie TLC, Notorious B.I.G., Lost Boys und Mariah Carey.



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