Der Buchstabe "B"

Buchstabe "B"

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Ziffern

Babu: Begriff aus dem Writing für Bahnbulle, also einem Bundesgrenzschutzbeamten oder Wachschützer.

Background: Writing-Bezeichnung für den (gesprühten) Hintergrund eines Graffiti.

Background-Clouds: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für im Hintergrund verwendete Designs in Blasen- oder Wolkenform.

Backgrounding: Begriff aus dem Writing. Ein Graffiti wird zum Hintergrund eines neuen Pieces.

Backjumps: l. Begriff aus der Writer-Sprache, für das Besprühen eines Zuges, der im Bahnhof hält, von der Rückseite aus. 2. Name eines seit 1994 erscheinenden Graffiti-Magazins aus Berlin, herausgegeben von Adrian Nabi. Zu dem zweisprachig (deutsch/englisch) erscheinenden Magazin sind unter gleichem Namen diverse Videos erhältlich.

Backpiece: Auf Jacken aufgemalte oder aufgenähte Graffiti auf Leinwand-stoff. Bis Anfang der 90er Jahre unter Writern in Deutschland sehr beliebt.

Backspin: l. DJ-Technik bei der die Platte mit hoher Geschwindigkeit zurückgedreht wird. Diese oft auch als Rewind bezeichnete Technik wird vor allem als Übergang zu einem neuen Lied eigesetzt, wenn ein softes Fading nicht gewünscht wird. 2. Name eines HipHop-Magazins aus Hamburg, das deutschlandweit erscheint.

Backstage: (engl.: hinter der Bühne) Aufenthaltsräume für die Künstler, die dem Publikum nicht frei zugänglich sind.

Bad: (engl.: schlecht) l. Slang für "gut" oder "geil". 2. ehem. Musik-Magazin, das zu Beginn der 90er Jahre eine der wichtigsten Informationsquellen für deutsche Hiphopper war.

Bad Boy Entertainment: Record Label, gegründet 1993 von Sean Combs (Puff Daddy). Bad Boy Entertainment ist eines der erfolgreichsten Plattenlabel der 90er Jahre.

Bag up: Slangausdruck für "von der Polizei erwischt werden" und als Synonym für Geschlechtsverkehr.

Bahamadia: (Antonia Reed). Weiblicher MC und Produzentin aus Philadelphia, Pennsylvania (USA). Schon mit 14 Jahren war Bahama-dia als DJ auf Parties tätig und machte sich dann Anfang der 90er Jahre in und um Philadelphia einen Namen als MC. 1993 hatte sie regionalen Erfolg mit dem Stück "Funk Vibe". 1995 hatte sie einen Gast-Part auf Guru's Album "Jazzmatazz Vol.2", 1996 veröffentlichte sie ihre erste Maxi mit dem Titel "Uknowhowwedo" auf Chrysalis Records. 1995 brachte sie dann ihr Debutalbum "Kollage" auf den Markt.

Bananas: l. Bezeichnung für bestimmte Tonabnehmersysteme (hergestellt von Tonar und Stanton), die aufgrund ihrer Form und Farbe Bananas genannt werden. 2. Bezeichnung der Writer für die gelben Regionalzüge in den Niederlanden.

Bando: Writer aus London, der seit 1982 in Paris lebt. Seine ersten Graffitis machte er 1979 in New York. In Paris sprühte er bei der TCA (The Chrome Angles) und lernte dort unter anderem Mode 2 kennen. Außerdem gehört er der CTK (Crime Time Kids) an. Bando hatte in den späten Achtzigern einen großen Einfluß auf andere Writer, besonders in Amsterdam, aber auch in Deutschland (München, Düsseldorf etc.).

Barrels: Begriff aus dem Breakdance für Windmills, bei denen man die Arme vor seinem Rumpf hat.

Bassdrum: Die Bassdrum ist eines der wichtigsten Instrumente in einem HipHop-Stück, denn sie macht den tiefen, dump-fen Schlag des Beats aus.

Bassline: Die Basslinie (deutsch: Basslauf) ist ein wichtiges Element eines HipHop-Stückes. Es ist eine wiederkehrende Folge von tiefen Tönen, die dem Stück einen satten und voluminösen Klang gibt. Oft hat sie auch einen unterbewußt "antreibenden" Effekt.

Bates: Writer aus Kopenhagen, der seit 1984 aktiv ist.

Battle: (englisch: Schlacht). Gemeint ist damit das friedliche Kräftemessen zwischen Hiphoppern, sei es auf der Bühne zwischen zwei DJ's oder MC's, oder auf der Wand (dem Zug) zwischen verschiedenen Writern, oder das besonders eindrucksvolle Bboy-Battle, zu dem sich die Breaker treffen. Das Battle gehört zu den Grundlagen des Hiphop und ist sehr beliebt, da es den Beteiligten die Möglichkeit gibt, sich in ihren Hiphop-Disziplinen untereinander zu messen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Einen Ursprung dafür stellt das südamerikanische Capoeira dar, eine Kampfsportart der Sklaven, bei der während des Trainings kein Körperkontakt erlaubt war, um ein Eingreifen ihrer weißen Unterdrücker zu verhindern, denen Capoeira als Tanz erklärt wurde. Dieser Sport wird noch heute auf der ganzen Welt praktiziert und hat einige Ähnlichkeiten zum Breakdance. Die Battle-Kultur ist eine Form des gewaltlosen Streits, die dazu beigetragen hat, daß in den 70er Jahren die Gangs immer mehr Mitglieder verloren und daß darüber hinaus immer mehr neue Styles und Skills entwickelt wurden. Auch heute hilft diese Hiphop-Eigenart jungen Menschen aus allen sozialen Verhältnissen dabei, nicht illegal und kriminell zu werden, sondern bei evt. Streitigkeiten ein friedliches Battle auszutragen und den Besseren auch den Gewinner sein zu lassen.

Battle Of The Year: Alljährlich stattfindender internationaler Breakdance-Wettbewerb in Deutschland. Seinen Ursprung hat die Veranstaltung in Hannover, wo die Jay Force Crew 1989 eine Hiphop-Jam veranstaltete. Anlässlich dessen knüpften sie Kontakt zu Breakdance-Crews wie JBK und das Battle Squad, woraufhin in den nächsten Jahren Hiphop-Festivals und Bboy-Battles veranstaltet wurden. Mittlerweile wird das ganze von der From Here To Fame GmbH organisiert und durchgeführt und es gibt Vormeisterschaften wie z.B. das Battle Of The South oder das Battle Of The East. Ohne die Unterstützung der Community und dem Engagement von Hiphoppern wie Spaiche, der gemeinsam mit Thomas Hergenröther den inhaltlichen Teil konzipiert, wäre ein Event dieser Art und Größe wohl kaum am Leben zu erhalten, zumal die "Sell Out"-Rufe innerhalb der Hiphop-Szene aufgrund der starken Expansion und der damit verbundenen Kommerzialisierung der Veranstaltung nicht verstummen.

Battlemixer: (deutsch: Wettkampfmischpult). Der Battlemixer ist eine sehr kom-pakte und auf das Wesentliche beschränkte Form des Mischpults. Er beinhaltet oft nur zwei oder drei Kanäle und immer einen Crossfader. Ein wesentlicher Vorteil dieser speziellen Mixer-Art ist der geringe Platzbedarf, der ein näheres Zusammenstellen der Plattenspieler ermöglicht und damit dem DJ eine höhere Aktions-Geschwindigkeit unter extremen Battle-Bedingungen ermöglicht.

Battle Rock: (auch Brooklyn Rock und Up Rock). Begriff aus dem Breakdance, siehe auch: Up Rock.

Battle Squad: Breakdance-Crew aus Deutschland. Mitglieder: Swift, Storm, Emilio und Speedy. Swift und Storm kennen sich seit Mitte der 80er Jahre und zählen zu den bekanntesten Bboys in Deutschland.

Bay Area: Siehe Westcoast.

Bay Area Hip-Hop Coalition: (USAmerikanische) Organisation zur Aufklärung der breiten Öffentlichkeit über die Hiphop-Kultur und zur Verbreitung der Grundlagen des Hiphop. Gegründet von Benny B., Hiphop-DJ und Chef des ABB Labels.

BBC: (Bad Boys Crew) Writercrew aus Paris (F). Mitglieder: Ash aus Madrid; Jay One aus Guadaloupe und Skki. Gegründet wurde die Gruppe 1983. Seit den frühen 90ern ist sie auch in Berlin aktiv, wo insbesondere Jay One einigen Einfluß auf die Writerszene hatte.

B-Boy: Bezeichnung für einen Breakdancer, die angeblich von Kool DJ Herc stammt. In den 80er wurde dieser Begriff auch für alle Hiphopper allgemein verwendet.

B-Boying: Anderes Wort für Breakdance. Siehe B-Boy.

B-Boy-Character: Begriff aus dem Writing. Damit ist die künstlerische Darstellung eines Bboys gemeint. Wird oft auch für Motive von anderen Hiphop-Figuren verwendet.

BDP: Siehe Boogie Down Productions.

Beastie Boys: HipHop-Crossover-Band aus Brooklyn, New York (USA). Mitglieder sind: King Adrock (Adam Horrowitz), Mike D (Mike Diamond), MCA (AdamYauch), DJ Double R (Rick Rubin) 1983-1984, DJ Hurricane (Wendell Fite) seit 1984 und Money Mark (Keyboarder). 1981 von Mike D. und MCA gegründet. Zunächst eher eine Punk/Crossoverformation, 1982 veröffentlichen sie ihre 7" EP "Polly Wog Stew" und die Maxi "Cooky Puss" (1983). Nachdem sich Rick Rubin (DJ Double R) in ihre Band aufnahmen, zeigte sich jedoch schnell ihr Fable für Hiphop. Durch Rick's Beziehungen als Mitbegründer des Def Jam Labels verhalf er den Beasties zu einem Plattenvertrag. Auch Def Jam wurde immer populärer und bald trennte sich Rick Rubin von den BB und wurde durch DJ Hurricane ersetzt. 1984 erschien in dieser Formation die Maxi "Rock Hard" und ein Jahr später waren sie Vorgruppe der Madonna Tour "Like A Virgin". 1986 veröffentlichten sie dann ihr weltweit bekanntes Album "Licenced To Ill", aus dem bis heute so gut wie alle Songs als Single-Auskopplungen auf den Markt kamen und einige gecovered wurden, wie z.B. "Fight For Your Right To Party" oder "No Sleep Till Broklyn". Vor allem durch ihre Bühnenshow eregten sie die Gemüter auf der ganzen Welt. Gogo-Girls tanzten halb nackt in Käfigen, riesige Phallus-Symbole und tonnenweise Dosenbier gehörten ebenso dazu, wie ihr pöbelhaftes Auftreten. Durch die wirklich gute Promotion des Def Jam Labels und ihre "Skandale" wurden sie so weltweit bekannt. Über 5.000.000 verkaufte Exemplare machten "Licenced To Ill" zu eienm der bestverkauftesten Platten im Jahre 1986. Im darauf folgenden Jahr gingen sie mit Run DMC auf Welttournee und waren von da an nicht mehr aus der Hiphop-Bewegung wegzudenken. Obwohl sie weiß waren und nicht aus ärmlichen Verhältnissen stammten, stieg ihre Akzeptanz innerhalb der Hiphop-Bewegung ständig. Nach der Tournee verstritten sie sich mit Def Jam und setzten sich zunächst in New York (USA) zur Ruhe. 1988 erschien ihr Album "Paul's Boutique" bei Capitol Records. Interessant ist, daß auf dieser Veröffentlichung die musikalische Mutation der Beastie Boys von den "weißen Schreihälsen" zu den "weissen Jungs mit Funk" sehr gut zu hören ist. Die A-Seite greift ihren bisherigen Stil auf, auf der B-Seite sind schon deutlich die "neuen" Beasties zu hören, mit viel Funk und ruhigeren Parts. Schon bald darauf gründeten sie das Grandroyal Label und brachten 1992 das Album "Check Your Head" auf den Markt. Danach gingen sie abermals auf Tour und MCA begann sich mit dem Buddhismus zu beschäftigen, was für eine wesentlich entschärfte Bühnenshow sorgte und in den folgenden Jahren Videos und Songs stark beeinflußte. 1994 erschien dann ihr "Ill Comunication"-Album, das nicht zuletzt wegen des von Spike Jonze inszenierten "Sabotage"-Videos alle Rekorde brach. Ebenfalls 94 veröffentlichten sie das Album "Some Old Bullshit", das die älteren Stücke der BB enthielt und eher als Hardcore-Album zu bezeichnen ist. Auch die 1996 erschienene EP "Aglio E Oglio" ist sehr Gitarrenlastig und in der Öffentlichkeit wenig bekannt. MCA trat in diesem Jahr zum tibetischen Buddhismus über und Mike D. konzentrierte sich verstärkt auf seine Clubwear-Firma X-Large und das Grandroyal Label. Die Beasties begannen 1997 dann mit den Aufnahmen zu ihrem 1998 erschienen Album "Hello Nasty", das nun mit weniger Gitarren und dafür mit mehr Dub und Soundeffekten zu einem großen Verkaufsschlager avancierte. Ihre Musikvideos erfreuen sich sehr großer Beliebtheit, "Intergalactic" lief schon Wochen vor Erscheinen der Platte auf allen großen Musiksendern rund um die Uhr. Ebenfalls zu dieser Zeit entstand auch die Internet Domäne der Beastie Boys, auf der seither des öfteren exklusiv neue Remixe und Stücke der Band im MP3- oder Real-Audio-Format erscheinen, meist verbunden mit Benefiz-Events für die Befreiung Tibets.

Beasty Boys Magazin: Graffiti-Magazin aus Hamburg.

Beat: (sich regelmäßig wiederholender) Schlag. Der Beat ist das tragende Element eines HipHop-Stückes. Er besteht aus der Bassdrum, der Snare, die den (4/4-)Takt angibt, meist in Verbindung mit einer Highhat.

Beatbox: l. Auch Human Beatbox, ist das Erzeugen von Beats einzig und allein mit Lippen, Zunge, Stimme und Rachen unter Zuhilfename der ein- bzw. ausgeatmeten Luft. 2. Oft gebräuchliche Bezeichnung für einen Drumcomputer der analoge Rythmus-Elemente erzeugt, die man durch Programmieren zu einem Beat zusammenfügt.

Beat Juggling: Begriff aus dem DJing. Durch rythmisches Vorwärtsscratchen mit einer Bassdrum oder Snare erzeugter Beat. Um das Zurückdrehen der Platte nicht zu hören, benutzt der DJ den Crossfader des Mischpults zum Ausblenden, und beim Vorwärtsdrehen zum Einblenden der Sounds.

BeatJunkies: DJ Crew aus Los Angeles, Kalifornien (USA). Gegründet zu Beginn der 90er Jahre von J-Roc aus Los Angeles und Curse. Sie wurden durch zahlreiche Mixtapes wie z.B. "Worldwide Mix Tape" und ihre Auftritte bei DJ-Battles bekannt. Mitglieder sind: J-Roc, Curse, DJ Rhettmatic, Melo D2, Symphonie 2 und Babu. Sie sind Bekannte der Invisibel Scratch Picklz, deren Mitglied D-Styles ehemals zu ihnen gehörte.

Beatminerz, Da: HipHop-Produzenten-Crew aus New York-Brooklyn (USA). Mitglieder: DJ Evil Dee (Eward Dewgarde), Mr. Walt (Walter Dewgarde), Baby Paul (Paul Hendricks), E-Swift (E. Brooks) und Buckshot Da BDI MC (Kanyata Blake).

Beatnuts: HipHop-Musik Produzententeam und Rapper aus New York-Queens (USA). Mitglieder sind: Psycho Les (Lester Frenandez), Produzent und MC: (Junkyard) Juju (Jerry Tineo), Produzent und MC: (Kool Ass) Fashion (Berntony Smalls), MC, seit 1995 Solo unter dem Namen AI Tariq. Angeblich entdeckten die Jungle Brothers sie Ende der 80er Jahre und liessen sich unbestätigten Gerüchten zufolge den Hit "Straight Outta Jungle" von ihnen produzieren. Stilistisch gesehen sind die Beatnuts-Produktionen sehr basslastig und funky, so die Stücke für Interpreten wie Monie Love, Chi Ali, MC Lyte, Naughty By Nature und Ice T. 1993 erschien die erste eigene EP mit dem Titel "Intoxicated Demons", im darauf folgenden Jahr das Album "Beatnuts" (Relativity Records). 1997 erschien dann ihre zweite LP mit dem Titel "Stone Crazy", die wegen ihrer gewaltverherrlichenden und sexistischen Texte in den USA für viel Unmut sorgte, trotzdem aber durch seine fetten Beats und Sounds überzeugen konnte.

Beats and Lyrics: Gelegentlich verwendete Bezeichnung für HipHop-Musik

Beatschmidt: Breaker aus Dessau, einer der Pioniere des Breakdance in der DDR.

Beatstreet: USAmerikanischer Spielfilm aus den frühen 80ern, der die New Yorker Hiphop-Bewegung inhaltlich aufgreift. Sorgte durch Fernsehausstrahlungen in Deutschland, vor allem in der DDR (dort wurde er als "Abschreckung" gezeigt) für ein Anrollen der ersten Hiphop-Welle.

Bebop: Mitte der 40er Jahre von Dizzy Gillespie kreiiertes Wort als Bezeichnung für die schnelle und hektische Form des Jazz. Bekannte Bebop-Interpreten sind beispielsweise Monk, Charlie Parker und Kenny Clarke.

Beginner: Siehe Absolute Beginner.

Bellymills: Begriff aus dem Breakdance. Ähnlich einer Windmill, nur sich auf dem Bauch, nicht auf Kopf oder Hand drehend.

Belmont Park: Parkanlage in New York, wichtiger Austragungsort für Breakdance-Battles während der 70er und 80er Jahre.

Belton: Farbspray-Marke, hergestellt von der Peter Kwasny AG. Sehr beliebt unter Sprühern, wegen ihrer hohen Deckkraft, der geringen Lautstärke beim Sprühen und des satten und breiten Sprüstrahls (insbesondere unter Verwendung sog. Fatcaps). Chromsilber und Hitzerot aus dem Hause Kwasny waren lange Zeit die angesagtesten Farben, da sie auch auf dreckigen und korrosierten Flächen optimal decken.

Bench: Begriff aus dem Writing, Siehe Writercorner

Berlin: Deutschlands Haupstadt ist eine der "Spätzünder" was Graffiti in Europa angeht. Bis Ende der 80er Jahre blieb das Stadtbild weitgehend verschont, Graffitis entstanden hauptsächlich auf der Mauer. Der ostteil der Stadt war in Ermangelung guter Sprühdosen sogut wie graffitifrei. Das änderte sich rapide mit der Öffnung der Grenze. Seitdem ist Berlin weltweit bekannt für seine Streetbombings, Trains und Pieces an den Lines. Durch große Hall of Fames wie z.B. der Mauerpark und die Eastsidegallery entwickelte sich zudem ein große und qualitativ hochwertige Legal-Szene. Immer mehr Hiphop-Läden eröffneten und die SWAT-Posse entstand. Namen wie Spaiche, Kai Eikermann, TDB (Tod Durch Breakdance), Wedding B-Boys, Funky Grossangriff und Flying Steps sind heute in ganz Deutschland ein Begriff. Zu den derzeit aktivsten Vertretern der Berliner Rap-Musik gehören unter anderem: Muckemob, Razzia, Kool Savas mit seinen Projekten MOR und Berlin Maskulin, The Harlekinz, Mikrofonkontrolle, The Specialists, Gauner und die Köpenicker KHS.

Bertelsmann Music Group: (BMG) Bertelsmann ist einer der weltweit größten Medienkonzerne. Die Bertelsmann Musikgruppe hält große Anteile an Firmen wie z.B. RCA, MCA Records, Arista, Bad Boy Entertainment, Jive/Zomba Records, La Face Records, Loud Records etc.

BFM: Writercrew aus Berlin. Mitglieder sind Hopsa, Kadeh, Fist, Gel, Kamel, Karoy, Wise.

Bgirl: Das weibliche Äquivalent zum Bboy. Auch Flygirl genannt.

BGS: Siehe Bundesgrenzschutz.

Bhudda: Begriff aus dem Breakdance, gemeint ist ein Move ähnlich dem Ufo, wobei sich jedoch die Knie zwischen den Armen befinden und keinen Bodenkontakt haben.

Bifi: Begriff aus dem Writing, ursprünglich aus Berlin, meint einen Angestellten der Bahn.

Big Apple: Synonym für New York City

Big Beat: 1. Mitte der 90er aus Triphop entstandener Musikstil, der Hiphop sehr ähnelt, jedoch meist ohne Raps und Scratches auskommt. 2. Hiphop und Swingbeat-Label von Atlantic Records. Bekannte Interpreten bei Big Beat sind z.B. Mad Skillz oder die Artifacts.

Big Daddy Kane: (Antonio Hardy),Rapper aus NY-Brooklyn (USA). Seit Anfang der 80er als DJ aktiv und enger Bekannter von Biz Markie. Schrieb die Texte für Biz Markie und Roxane Shante und begleitete Roxane als DJ. Erst 1987 veröffentlichte er seine eigene Single "Raw" bei Cold Chillin Records. 1988 dedutierte er dann mit dem Album "Long Live The Kane". Weitere Veröffentlichungen: 1989 LP "It's A Big Daddy Thing", 1990 LP "Taste Of Chocolate", 1991 LP "Prince Of Darkness", 1993 LP "Looks Like A Job For..." und 1994 "Daddy's Home" (MCA Records). Mehrer Tracks zu Spielfilmen wie "Juice" und "Posse".

Biggie Smalls: Siehe Notorious B.I.G.

Bild: Begriff aus dem Writing , Anderes Wort für Piece.

Bill: slang für (100-)Dollar Banknote.

Billboard: International wichtiges Musikmagazin. Bekannt wurde das 1985 zum erstenmal erschienene Magazin durch die wöchentliche Liste der Musik-Bestseller - HOT 100 genannt. Heute ist es eine der einflußreichsten Zeitschriften der Musikbranche, ein Artikel im Billboard kann durchaus über das up oder down eines Interpreten entscheiden. Darüber hinaus bietet Billboard diverse Fortbildungslehrgänge und Dienstleistungen für Musiker und Angestelte der Musikindustrie an.

Billboard Charts: HOT 100, allwöchentliche Auflistung der bestverkauftesten Tonträger im Billboard-Magazin.

Bio: l. Writer aus New York, der seit 1980 aktiv ist. 2. Abkürzung für Biografie.

Bisaz: Writer aus Berlin, Mitglied der Crews SOS und GHS, aktiv seit Ende der 80er Jahre. Bekannt geworden durch sein enormes Trainbombing.

Bitch: Amerikanisches Schimpfwort, sinngemäß Schlampe. Wird in der Rapmusik häufig als abwertende Bezeichnung für Personen verwendet, die sich und die Kultur verkaufen, wird manchmal auch als generell frauenfeindlich zu verstehende Bezeichnung benutzt.

Biten: Begriff aus dem Writing, auch Kupfern oder Abkupfern genannt. Gemeint ist das einfache Kopieren von Styles oder Moves. Ebenso gegräuchlich in Rap, Breakdance und DJing, wobei es hier für das kopieren von Texten, bestimmten Bewegungen oder Techniken steht.

Biz Markie: (Marcel Hall), MC aus New York (USA). Ist seit Anfang der 80er MC, DJ und der Beatbox mächtig (The Human Beatbox). Bekannt wurde er hauptsächlich durch seinen Eintritt in die Juice Crew und seinem Gastrap in Roxanne Shante's Song "Def Fresh Crew". 1986 brachte er die EP "Make The Music With Your Mouth Biz", produziert von Marley Marl auf den Markt. Sein erstes Album "Goin' Off" erschien 1988. Bereits 1989 kam die zweite LP mit dem Titel "The Biz Never Sleeps" heraus. Es wurde genau wie die ebenfalls 89 erschienen Single "Just A Friend" mit Platin ausgezeichnet. 1991 erscheint das Album "I Need A Haircut" auf dem sich das Lied "Alone Again" befindet. Markie hatte hierfür den Teil eines Stücks von Gillbert O' Sullivan gesampelt und wurde vor Gericht schuldig gesprochen, Kopierrechte verletzt zu haben. Warner Bros. mußte daraufhin alle Kopien vom Markt nehmen. Etwas später wurde die LP (ohne "Alone Again") neu aufgelegt.

Black Book: Begriff aus dem Writing. Gemeint ist ein Buch, das die Arbeiten eines Writers dokumentiert. Fotos, Skizzen, Zeichnungen befreundeter Maler und manchmal auch Zeitungsartikel werden in ihm gesammelt. Ist im Zuge polizeilicher Ermittlungen oft Hauptindiz für eine vermeintlich illegale Aktivität, jedoch vor Gericht in der Regel unbedeutend.

Black Moon: Hiphop-Formation aus NY-Brooklyn. Mitglieder: Buckshot Shorty (Kenyatta Blake), The 5 Ft Accelerator und DJ Evil Dee (Eward Dewgarde). Black Moon war die erste Gruppe aus der Boot Camp Clik, die einen Plattenvertrag bekam (Nervous Records). Ihre erste Single hieß "Who Got Da Props" und darauf folgte 1993 die LP "Enta Da Stage". Zu diesem Zeitpunkt waren sie eine der beliebtesten East-Coast-Bands. 1994 lösten sich Black Moon offiziell auf. Hiernach erschienen noch die Single "Heads Ain't Redee" und eine Compilation mit B-Sides, bis dato unveröffentlichten Songs und Remix-Tracks (1996).

Black Patty Recordings: 1927 von J. Mayo Williams gegründetes Jazz-und Blues Label.

Black Sheep: HipHop-Duo aus New York City (USA). Die Mitglieder sind: Mista Lawnge (William Mc Lean) MC, Produzent und DJ sowie Dres (Andres Titus) MC und Produzent. 1991 erschien ihr Debutalbum "A Wolf In Sheeps Clothing" bei Polygram. 1994 dann ihr zweites Album "Non Friction".

Black Swan Recordings: 1921 von Dr. Harry Pace gegründete Plattenfirma für Blues und Jazz, wurde schon 1924 wieder geschlossen.

Black Watch: USAmerikanische Organisation der Black Panther Party zur Überwachung der Arbeit von Polizisten. Sollte zur Eindämmung der brutalen Übergriffe von Polizisten auf Afroamerikaner dienen.

Blade: l. Rapper aus London, der armenischer Herkunft ist. 2. Writer aus New York, seit Mitte der 70er Jahre als Trainbomber aktiv, einer der Erfinder des Western Styles. Ist auch für seine Bubble Styles bekannt.

Blahzay Blahzay: HipHop-Duo aus NY-Brooklyn (USA). Mitglieder: Outloud, MC und DJ P.F. Cuttin', DJ und Produzent. Seit Mitte der 80er aktiv und bekannt geworden durch diverse Tapeveröffentlichungen beim Tape Kingz Lable. 1996 Debutalbum "Blah Blah Blah" (Mercury Records), mit den Singleauskopplungen "Pain I Feel" und "Danger".

Blockbuster: Bezeichnung aus dem Writing. Gemeint sind große, gut lesbare Buchstaben. Meist werden Blockbuchstaben verwendet.

Blow, Kurtis: Siehe Kurtis Blow.

Blunt: l. Synonym für eine mit Marijuana gefüllte Zigarre der Marke "Phillies" 2. Synonym für ein HipHop-Stück, das manchmal auch als Joint bezeichnet wird. 3. Hiphop-Label aus New York (USA).

BMG: Siehe Bertelsmann Music Group.

BMI: Abkürzung für Broadcast Music Inc., Amerikanische Gesellschaft zum Schutze von Urheberrechten, ähnlich der Deutschen GEMA. Konkurenz der ASCAP.

Bode, Vaughn: Comic-Zeichner, dessen Motive oft von Writern verwendet wurden, insbesondere in den 80er Jahren.

Bomben: auch Bombing. Begriff aus dem Writing. Gemeint ist das schnelle und illegale besprühen von Flächen. Trainbombing bezeichnet das Sprühen auf Zügen, Streetbombing das Sprühen an besonders auffälligen und für den Writer gefährlichen Orten im innerstädtischen Bereich. Motionbombing meint das Besprühen eines Zuges, während er am Bahnhof hält. Oft steht hier Quantität im Vordergrund.

Bomber: l. Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für sehr aktiven Writer, der keine Gefahren bei der Ausübung seiner Arbeiten scheut. 2. Writer aus Frankfurt/Main, der seit 1988 aktiv ist. Mitglied der FBI (Fabulous Bomb Inability), GBF (Gummibärchenfront), SAA, GHS, TRD und NYC. Einer der in Deutschland erfolgreichsten Aerosol-Artisten. 3. Graffiti-Magazin aus Nijmegen (NL), erscheint seit 1988.

Bomb-Squad: Produzenten-Team aus New York City (USA). Mitglieder: Hank und Keith Shocklee, Eric "Vietnam" Saddler und Chuck D (Carlton Ridenauer) von Public Enemy. Produzierten Tracks für Ice Cube, Public Enemy, Leaders Of The Newschool und 7A3.

Boo, Betty: (Alison Moira Clarkson) geboren in London (GB). TopTen-Hit 1990 mit "Doin' The Do".

Boogie Down: Slang-Bezeichnung für die Bronx, ein Stadtteil von New York. Inoffizieller Geburtsort des Hiphop.

Boogie Down Productions: 1986 gegründete HipHop-Crew aus New York City (USA). Ursprüngliche Mitglieder: KRS One (Lawrence "Kriss" Parker"), DJ, MC und Produzent (der seinen Namen aus seiner Zeit als Writer behielt) und Scott La Rock (Scott Monroe Sterling) RIP, DJ und Produzent. Sie lernten sich kennen, als Scott Bewährungshelfer für KRS wurde, der wegen des Verkaufs von Marijuana verurteilt worden war. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Vorliebe für Hiphop und schufen mit ihren gemeinsamen Produktionen Meilensteine des Hiphop. Ihre erste Single erschien 1986 und hieß "Crack Attack", im selben Jahr ihr Album "Criminal Minded" (B-Boy Records). BDP fielen vor allem wegen ihres harten und minimalistischen Musik-Stils auf, verbunden mit politischen Texten. Am 26.04.1987 wurde Scott La Rock von einem Fenster aus erschossen bei dem Versuch einen Streit zwischen zwei unbekannten Personen zu schlichten. Trotz dieses schmerzlichen Verlusts machte Kriss weiter. Zunächst erschien die Doppel-LP "A Man And His Music", auf der sich sämtliche von Scott produzierte Tracks und Remixe befinden. KRS schließt einen Vertrag mit Jive Records und veröffentlichte dort alle folgenden Platten. 1988 war dies die "By All Means Necessary"-LP, die noch stark an Scott La Rock's Stil erinnert. KRS konzentrierte sich nun mehr auf seine politisch und rethorischen Fähigkeiten und bezeichnet sich selbst als Lehrer. Auf seiner 1989 erschienen LP "The Blueprint of Hiphop" zitiert er oft schwarze Führer und Denker, wie z.B. S. Carmichael (der Begünder der "Black Power"-Bewegung) und Marcus Garvey und setzt sich radikal für eine Emanzipierung der Afroamerikaner ein. BDP vergrößerte sich, neue Mitglieder waren: D-Nice (Derrick Jones), Ms. Melody (Ramona Parker), D-Square (Dwayne Sumal), Harmony (Pamela Scott), DJ Jazzy Jay (Jason Byas), Kool DJ Red Alert, Sidney Mills, Scottie Morris und KRS' Bruder DJ Kenny Parker. 1990 erschien das Album "Edutainment". Nach dem Album zerfiel die Gruppe, als Scottie Morris zusammen mit D-Nice versuchte, von KRS One die Hälfte der Rechte von BDP einzuklagen. 1992 erschien dann die LP "Sex And Violence". Hiernach erschienen Alben nur noch unter dem Namen KRS One, BDP existiert aber heute noch und versteht sich mehr als Posse, denn als Musik-Gruppe.

Boogie-Woogie: In den 20er Jahren entstandener Musik-Stil, ursprünglich als reiner Pianostil entstanden, später eher als schneller Offbeat-Blues-Stil zu beschreiben.

Boomerang: Begriff aus dem Breakdance. Hierbei sitzt der Bboy mit gespreizten und ausgestreckten Beinen auf dem Boden und bewegt seine Arme zwischen diesen. Er hebt seinen Körper an, berührt nur noch mit den Händen den Boden und beginnt sich um die eigene Achse zu drehen.

Boomy: Hiphop-Magazin aus Ostdeutschland. Erstmals 1993 erschienen. Der Name ist eine Anlehnung an "Bummi", ein Kindermagazin aus der DDR.

Boot Camp Clik: (BCC) 1993 gegründete HipHop-Verbindung von Gruppen wie Black Moon, Heltah Skeltah, Smif-N-Wessun (heute Cocoa Brovaz), Da Beatminerz, O.G.C. und Representativz. 1997 erschien unter diesem Namen die LP "For The People" (Duck Down/Priority Rec.).

Bootleg: Raubpressung. Meist werden hierfür Live-Mitschnitte verwendet. Bootlegs sind keine vom Original kopierten Platten, sondern erkennbare Sonderpressungen Dritter, die weder die Künstler noch die Plattenfirma an den Erlösen beteiligen. Begehrte Sammlerobjekte von Fans nicht mehr existierender Bands oder Interpreten.

Boo-yaa: Slangausdruck. 1. Synonym für unglaublich gut. 2. Kurzform von Boo Yaaka, dem Sound einer Shotgun. 3. Synonym für Marihuana.

Bone Thugs-N-Harmonie: HipHop-Gruppe aus Cleveland, Ohio (USA). Mitglieder: Bizzy (Charles Scruggs), Lazie (Steve Howse), Krazyie (Anthony Henderson), Flesh (Stanly Howse) und Wish (Byron MC Cane). 1993 lernten sie Eazy E. kennen, der sie zu Ruthles Records brachte. Dort veröffentlichten sie 1994 die EP "Creepin' On Ah Come Up" und 1995 ihr erstes Album mit Titel "E. 1999 Eternal", daß sich über 5.000.000 mal verkaufte. Ihre Single "Tha Crossroads" ging als die am schnellsten steigende Veröffentli-chung seit Bestehen der Pop-Charts in die Musikgeschichte ein und brach somit einen von den Beatles aufgestellten Record. 1997 erhielten sie den Grammy Award für die beste Rap Gruppe und den Soul Train Music Award für das beste Video ("Tha Crossroads").

Boston Crab: Bezeichnung aus dem Breakdance für einen Crab, bei dem die Beine weit gespreizt sind, der Körper derweil aufge-richtet ist.

Bounty Killer: (Rodney Basil Pryce), Dancehall DJ aus Jamaika. Veröffentlichte folgende Alben: "Roots, Reality & Culture" (1992), "Down In The Ghetto" (1994), "Face To Face" (1994), bis dato alle bei Jammy Records. 1995 erschien das Bootleg "No Argument" 1996 das Album "My Experience" auf TVT Records, bei dem er mit Hiphop-Größen wie z.b. Busta Rhymes, den Fugees und Jeru The Damaja.

Box, The: Großer USAmerikanischer Radiosender.

BPM: Abkürzung für "Beats per Minute", Maß für die Geschwindigkeit eines Musikstücks.

Brand Nubian: HipHop-Gruppe aus New York City (USA). Mitglieder: Grand Puba (Maxwell Dixon, der die Gruppe nach dem ersten Album 1991 verließ), Lord Jammar (Lorenzo DeChalus), Sadat X (Derrick Murphy), DJ Alamo der zusammen mit Grand Puba ging und DJ Sincere. 1991 erschien das Debütalbum "All For One" auf Elektra. Ein Jahr später erschien dann (ohne Grand Puba) die LP "In God We Trust". 1994 dann das Album "Everything Is Everything" (Elektra). 1998 kam Puba dann erneut dazu und sie brachten die LP "Foundation" auf den Markt.

Break: l. Pause in Musikstücken über mehrere Takte, mit eventuellen Rhy-thmusaussetzungen. 2. Begriff aus der Musikindustrie für den kommerzi-ellen Durchbruch einer Veröffentlichung oder eines Acts.

Breakdance: wird von den Breakern in Popping, Locking und B-Boying unterteilt. Die ersten offiziellen Fotos von Breakdancern erschie-nen 1980 in der amerikanischen Tageszeitung New York Post, nachdem Mitglieder der High Times Crew wegen "illegalen Tanzens" auf dem Washingtoner U-Bahngelände verhaftet wurden. In Deutschland seit Anfang der 80er Jahre bekannt und spätens seit der TV-Ausstrahlung von "Wild Style" im Westen und "Beat Street" im Osten populär. Eine der ersten hierzulande bekannten Crews war die Rock Steady Crew.

Breaker: Synonym für einen B-Boy, einen Breakdancer.

Broken Glass: Breaker Crew aus Manchester (GB).

Bronco: Begriff aus dem Breakdance. Hierbei springt der Bboy zunächst von seinen Füßen auf seine beiden Hände und wiederholt diesen Bewegungsablauf. Diese Bewegung erinnert an ein sich aufbäumendes Pferd, daher der Name.

Brooklyn Rock: (auch Battle Rock und Up-Rock) Begriff aus dem Breakdance, siehe Up-Rock.

Brother: (engl. Bruder), auch Bro, wird im Hiphop für Afroamerikaner benutzt, ebenso nennen sich die Mitglieder einer Posse oder Crew Brothers. In Deutschland ist auch der Begriff Brüder geläufig.

Brown, James: Musiker und Entertainer aus Gorgia (USA), geb. 1928. Seine musikalische Karriere begann, als er sich Anfang der 50er Jahre einer Gospelgruppe anschloß und wenig später Lei-ter der Famous Flames (einer schwarzen Musik und Tanz Truppe) wurde. Als begnadeter Tänzer und Sänger, der ganz nebenher auch noch zwei Instrumente beherrschte, dominierte er bald den Rest der Gruppe und lan-dete 1956 mit der Single "Please, Please, Please" einen der ersten R&B-Hits überhaupt. Die Show der Famous Flames hieß fortan "James Brown Revue". 1963 erschien das erste Album mit Namen "Live At The Apollo". Danach folgten unzählige weitere Veröffentlichungen. Brown ist eine Ikone der Afroamerikanischen Musik und seine Stimme wurde millionenfach in Hiphop-Songs gesamplet.

B-Side The Norm: Leipziger HipHop-Gruppe um Niko Schirmer, bei der auch Cora E mitwirkte. Die Band war auch auf dem Sampler Pio-niermanöver vertreten.

B., Tommy: Ostdeutscher Bboy aus Dresden. Einer der ersten Breaker in der DDR, seit den frühen 80er Jahren aktiv.

Buback-Tonträger: Hamburger Label, bekannt durch den 1993 erschienenen Sampler "Kill The Nation With A Groove"

Bubblestyle: Begriff aus dem Writing, gemeint sind simple, wie aufgeblasen wirkende Buchstaben. Phase 2 und Blade aus New York (USA) gelten als Erfinder dieses Styles. Oft werden ThrowUps in Bubblestyle gesprüht, da dieser meist ohne großen Zeitaufwand erstellt werden können (Gesetz der Kürze).

Buchstaben: Begriff aus dem Writing. Grundelement des Writing, wobei die Kunst in der Formung der Buchstaben liegt. Ramelzee (Writer aus USA) beschrieb es einmal so: "Die Befreiung der Buchstaben von der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg".

Buff: Begriff aus dem Writing; (engl. "Polierscheibe") Bezeichnung für das Entfernen von Graffitis oder der Anlagen hierfür. Oft wird auch ein Überstreichen von Grafitis (z.B. auf Zügen Dortmunds während der 90er) als Buff bezeichnet.

Buffen: Das Entfernen von Graffitis (nicht nur auf Zügen) wird buffen genannt. In New York wurde 1974 mit dem systematischen Reinigen von besprühten Zügen begonnen. Kommt ein Verkehrsverbund nicht mehr mit dem Buffen nach, so bezeichnet man das System als "gesprengt".

Bullen: Umgangssprachliche Bezeichnung für Polizisten und Bundesgrenzschutzbeamte.

Bumrush: l. Bezeichnung für das gewalttätige Eindringen in eine Veranstaltung zusammen mit einer Gruppe von Leuten, die das Ziel haben, sich das Eintrittsgeld zu sparen. 2. Wenn jemand von einer großen aufgebrachten Menge verprügelt wird, wird dies auch "to bumrush" genannt.

Bundesgrenzschutz: Deutsche Bundespolizei. Neben der Sicherung der Staatsgrenze übernimmt der Bundesgrenzschutz auch bahnpolizeiliche Aufgaben und ist damit der einzige staatliche Wachschutz für eine Aktiengesellschaft. 1999 wurde erstmals darüber diskutiert der DB diese Leistungen in Rechnung zu stellen. Ebenfalls zum BGS gehören die seit 1986 vielerorts gegründeten Sonderkommisionen zur Bekämpfung der Graffiti-Subkultur. Wegen brutaler Übergriffe auf Unschuldige und Minderjährige, sowie mangelnder Erfolge in vielen Städten bereits wieder aufgelöst (z.B. 1997 in Düsseldorf).

Bunkern: Begriff aus dem Writing. Gemeint ist das Horten oder Verstecken von Sprühdosen

Bunny Rock: Begriff aus dem Breakdance, gehört zu den Flares. Der Bboy bewegt sich hüpfend im Kreis, hierbei bleiben die beiden Beine des Tänzers gespreizt und gestreckt.

Burner: Begriff aus dem Writing. Ein besonders gutes Bild, daß auch noch Jahre später als einzigartig und/oder besonders gut angesehen wird. Ursprünglich Bezeichnung für einen sehr guten Wildstyle-Train.

Burning Moves: Breakercrew aus Niedersachsen, die zur Jay Force Posse gehört.

Business: wörtlich übersetzt Geschäft, siehe Musikindustrie

Busta Rhymes: (Tahiem Smith) Rapper aus Long Island, New York (USA). Ursprünglich Mitglied der Gruppe "Leaders Of The Newschool", seit 1993 diverse Solo-Veröffentlichungen, 1996 sein erstes Soloalbum "The Comming" (Elektra Records), das über 1.000.000 mal verkauft wurde, mit der Singleauskopplung "Woo Ha!", die zu einem hymnenartigen Hit wurde. Busta ist seitdem für seinen verrückten Rapstil weltweit bekannt. 1997 erschien seine zweite LP "When Disaster Strikes", die sich nicht minder erfolgreich verkaufte. Busta hat seitdem zahlreiche Gastauftritte bei Hiphop-Größen absolviert und wurde von vielen Rappern unereicht kopiert.

Busten: hauptsächlich im Writing verwendeter Begriff für "erwischt werden".

Buyaka: aus Jamaika stammender Ruf, der das Geräusch einer Schusswaffe imitiert.



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