Der Buchstabe "A"

Buchstabe "A"

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A&R: Abkürzung für "Artist & Repertoire". Der redaktionelle Teil einer Plattenfirma, der sich um Trendforschung, eingeschickte Demos und die Auswahl der Interpreten kümmert.

AB's: Siehe Absolute Beginner.



ABB Records: Hiphop-Label, 1997 von Beni B. gegründet. Gibt seinen Künstlern große gestalterische Freiheiten und hebt sich dadurch von der Masse an Lables in USA ab. Beni B. produziert eine Hiphop-Show bei KALX Radio in Berkeley, Kalifornien und gehört zu den Begründern der Bay Area Hiphop Coalition.



Above The Law: Ende der 80er Jahre von Lay Law gegründete Gangsterrap-Gruppe aus Los Angeles. Mitglieder: Total K. Oss Seidom Seen (Anthony Steward), DJ-Go Mack/ Duke of Watts (Arthur Goodman), DJ-KMG/Doctor No (Kevin Dully) und MC Cold 187 (Gregory Hutchinson), Produzent und MC. Ihre erste LP "Living Like Hustlers" wurde zu den fünf besten Westcoast-Alben ernannt. Die 1990 veröffentlichte Maxi "Murder Rap" hielt sich über viele Wochen auf Platz l der Billboard-HipHop-Charts. 1991 erschien "Vocally Pimpin'" LP's: Livin' Like Hust-lers (1990); Vocally Pimpin' (EP 1991); Black Mafia Life (1992); Uncle Sams Course (1994); Time Will Reveal (1996); Legends (1998).



Absolute Beginners: HipHop-Gruppe aus Hamburg. Mitglieder: Eißfeld, Mardie, Dennis, DJ Mad. Zu Beginn schrieben sie ihre Texte noch in Englisch, dann aber schnell in Deutsch. 1993 hatten sie ihr Debut mit dem Stück "Keine" auf dem "Kill The Nation With A Groove"-Sampler (Buback-Tonträger). Der Song wurde durch die vielen Jam-Auftritte der AB's schnell bekannt und bekam Hit-Status. 1994 veröffentlichten sie dann die EP "Gotting", im Jahre 1996 die LP "Flashnism" und 1998 die LP "Bambule". Mittlerweile hat sich ihr Name auf "Beginners" verkürzt.



Acid Jazz: Aus England stammender Instumental-Musik-StilI. Mischung aus Jazz und Hiphop-Beats, einer der zahlreichen Vorläufer von Bigbeat und während der 90er Jahre auch in vielen Hiphop-Clubs zu hören.



Act: engl.: Akt. Synonym verwendete Bezeichnung für Band, Gruppe, MC, DJ, Interpret.



Add Lips: Synonym für "Second Vocals" und Back Ups, d.h. Einspielen einer zusätzlichen Tonspur mit Hintergrund-Vocals um dem Song mehr Volumen zu geben und interessanter zu machen.



Advanced Chemistry: HipHop-Gruppe aus Heidelberg. Mitglieder: Torch (Frederik Hahn); Linguist; Toni der Koch, Gee (Gonzales Maldo-Nado); DJ Mike MD. Eine der ersten deutschen Hiphop-Gruppen, gegründet Ende der 80er Jahre. Ursprünglich beim MZEE-Label, später dann Gründung eines eigenen Labels mit Namen 360 Grad. Torch ist einer der Urväter der German Zulu Nation und war lange im öffentlichen Raum als Writer tätig, malt auch heute noch und begann schon Mitte der 80er zu rappen, außerdem ist er Einigen aus der Anfangszeit von VIVA (Deutscher Musik-TV Sender) noch durch seine bissig kritische Moderation einer Hiphop-Sendung bekannt. Toni L. (der Koch) ist ebenfalls seit den frühen 80ern aktiver Hiphopper und begann 1985 zu rappen. AC ist eine der auf Jams sehr beliebten und häufig zu sehenden Bands, die es verstehen das Publikum mit purem Hiphop zu begeistern. Einem breiterem Publikum wurden sie bekannt durch die 1992/93 erschienene 12" "Fremd im eigenen Land" (MZEE). Weiterhin erschienen: 1993 Maxi "Operation Artikel 13", 1994 die 12" "Dir fehlt der Funk" und die 1995 produzierte Doppel-LP "Advanced Chemistry". Toni L. Und Torch veröffentlichten zudem mehrere Solo-Tracks, z.B. die Toni der Koch LP "Der Pate". Gee trat Mitte der 90er ebenso wie DJ Mike MD aus der Gruppe aus.



Aerosol-Art: Umfassender Begriff für Kunstform (hauptsächlich Graffiti), die "aus der (Sprüh-)Dose" kommt. Häufig von kommerziell arbeitenden Graffiti-Künstlern verwendete Bezeichnung.



Aerosol-Magazin: Belgisches Mural-Art-Magazin, 1978 - 1986. Gründervater des Magazins war Roger Avau, der somit eindeutig zu den Pionieren der Graffiti-Magazin-Szene gehört.



Aerosoul-Magazin: Schweizer Graffiti-Magazin, erscheint seit 1990 in unregelmäßigen Abständen. Bekannt auch durch seinen Mailorder-Service.



Afficial Nast: USAmerikanisches Plattenlabel, gegründet von der Onyx-Crew.



Afrika Bambaataa: (Lance Kahyan Aasim), geb. 17.06.1957 in der New Yorker Bronx (USA). Bis Mitte der 70er Jahre Mitglied der Streetgang Black Spades (NY), die er wegen des gewaltsamen Tod seines besten Freunds verließ. Bambaataa sammelte schon während dieser Zeit Vinyl und konzentrierte sich von da an darauf, Platten aufzulegen. 1976 entstand die legendäre "Zulu Nation" aus der von Africa Islam und ihm gegründeten "Bronx River Organisation". In den folgenden Jahren machte er sich einen großen Namen durch die von ihm organisierten Parties, Battles und Jams bei denen er auch viele der heutigen "Hiphop-Stars" wie Grandmaster Flash, Kool DJ Red Alert oder der Fab Five Crew kennenlernte. Seinen Durchbruch im internationalen Geschäft gelang ihm zweifellos durch seine sensationelle Veröffentlichung gemeinsam mit der "Soul Sonic Force", mit dem Namen "Planet Rock"(1982). Das von ihm, John Robie und Arthur Baker produzierte Stück verkaufte sich über 250000 mal und ist heute einer der Kult-Klassiker des Hiphop und Electrofunks. Auch seine weiteren Veröffentlichungen gelten als Klassiker, wie beispielsweise "Looking For The Perfect Beat", "Renegades Of Funk" (1983) und "Funk You". Auf dem von Tommy Boy veröffentlichten Album "Planet Rock" (1986) finden sie sich wieder. Bambaataa gilt spätestens seit dieser Zeit als der "Grandfather", der Inbegriff des Hiphop. Durch seine weltweiten Auftritte gemeinsam mit Soul Sonic Force, Time Zone oder den Jazzy Five gelang es ihm, Hiphop auch in nicht-amerikanischen Ländern populär zu machen. Schon damals hatte die Zulu Nation in den Staaten an die 100000 Mitglieder, heute sind es weltweit einige mehr. Zusammen mit James Brown nahm Afrika Bambaataa 1984 den Song "Unity" auf, in dem erstmals klassischer Jazz mit HipHop verbunden wurde. Ebenfalls 1984 erscheint die Single "World Destruction", auf der er gemeinsam mit John Lydon (Sex Pistols) zu hören ist. 1985 erschien die LP "Funk You", dann auch weitere Singles und das zweite Album "Beware (The Funk Is Everywere )". Bambaataa ist auch Ende der 90er noch aktiv und veranstaltet Jams, zu denen zu erscheinen einem jeden Hiphopper eine Ehre ist.



Afrika Islam: DJ und Produzent aus USA. Ursprüglich New Yorker Gang-Mitglied und Mitbegründer der "Zulu Nation". Mitglied der "Rock Steady Crew" und ständiger DJ bei Parties von Afrika Bambaata, seit Ende der 80er Produzent des Rappers Ice T. und der Mitglieder von "Rhyme Syndicate", wie z.B. Donald D. Seit Anfang der 90er Jahre ist er zudem als House- und Techno-DJ weltweit bekannt. Hatte unter anderem mehrere Auftritte gemeinsam mit West(falia) Bam(baataa) in deutschen Clubs und bei großen Techno-Veranstaltungen. Auffällig ist sein "200 Platten in 10 Minuten"-Mixing-Stil.



Afrocentricity: siehe Afrozentrismus



Afrozentrismus: Bezeichnung für die Theorie, daß der Ursprung allen Lebens in Afrika liegt. Eine gerne genanntes Argument für die "Back to Africa"-Bewegung in den USA, die einen schwarzen Staat für alle Afros auf dem afrikanischen Kontinent propagiert. Anhänger dieser Theorie sind unter anderem Public Enemy, der X-Clan, Ice Cube und KRS One. Sie fordern eine Rückbesinnung der Afroamerikaner auf ihre Herkunft und die afrikanische Kultur.



Airbrush: Bezeichnung für Technik und Gerät zum Versprühen von Farbe via Druckluft. Eignet sich für kleinere Arbeiten und feine Lackierungen. Häufig verwendet von Writern für die Erstellung von "Backpieces"(Writing auf der Rückseite einer Jacke), T-Shirts und Leinwänden.



Airforce Crew: Breakdance-Crew aus Los Angeles (USA). Mitglieder: Orko, und Ceser. Gingen aus den Shake City Rockers hervor und sind seit Anfang der 80er Jahre aktiv. Besonders hervorgetan hat sich Ceser durch die Wiederbelebung des Radiotrons (Trainingsort und Hangout Spot für Bboys und Flygirls) an der Westküste der USA.



Airplanes: Begriff aus dem Breakdance für Windmills mit gespreizten und zur Seite ausgestreckten Armen.



Airtrack: Begriff aus dem Breakdance. Bezeichnet die Drehung auf dem Kopf ohne Bodenkontakt der Hände.



ÄI-TIEM: HipHop-Gruppe aus Köln. Mitglieder: Hans Solo, Rapper; Def Benski, Rapper; Lord Fader, DJ. Erste Veröffentlichung "Alles Absicht" (1992), erschienen im Eigenvertrieb. 1993 die 12" "Kein Kommentar" und die 1995 erschienene Doppel-LP "Wenn hier einer schießt, dann bin ich das". Def Benski ist auch bei zahlreichen Veröffentlichungen anderer Interpreten dabei und beteiligt sich weiterhin an diversen Projekten.



Aleksey: Rapper aus Braunschweig. Siehe Rap Nation.



Alkaholiks, Tha: HipHop-Gruppe aus Los Angeles (USA). Mitglieder: E-Swift (Eric Brooks), J-Ro (James Robinson), Tash (Rico Smith). Debutalbum "2l And Over" (1993), dann 1995 das Album "Coast 2 Coast" mit der Hit-Single-Auskopplung "Damn". 1997 die LP "Likwidation", die durch ihre Abwechslungsreichheit überzeugte. Neben ihrer Liebe zu Hiphop favorisieren sie vor allen Dingen hochprozentige Getränke.



All City: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für einen Writer, dessen Werke im gesamten Stadtbild zu sehen sind



AL Magazin: italienisches HipHop-Magazin.



Al Rakhun: Siehe Da Germ.



Alte Schule: 1. deutsche Bezeichnung für Oldschool
2. Titel eines Hiphop-Samplers, erschienen 1995 bei MZEE



Amok: Writer aus Berin. Einer der bekanntesten Writer aus Berlin und seit 1985 aktiv. Mitglied der Crews: SOS, GSG, TMH und 156. Amok galt zu Beginn der 90er in Berlin als King, und ist auch heute als einer der "ganz Großen des Writing" in Berlin zu bezeichnen und hat viel zum Aufbau der Writing-Kultur beigetragen. Er setzte sich 1992 zum Bedauern der Commuinity offiziell zur Ruhe.



Anarchist Academy: Deutsche HipHop-Gruppe, gegründet 1992. Fällt insbesondere durch ihr großes politisches Engagement auf. Sie versteht Hiphop als Medium für gesellschaftspolitische Fragestellungen und Kritik und kooperiert mit diversen Punk- und Hardcoregruppierungen.



A-One: Writer aus New York (USA). Seit Ende der 60er aktiv und einer der ersten Tagger, gemeinsam mit Taki 183 und Junior 161.



Apollo Bistro: Veranstaltungsort im englischen Manchester, machte sich seinen guten Namen als Pilgerort für Bboys und Flygirls durch die dort veranstalteten Breakdance-Battles.



Applejacks: Begriff aus dem Breakdance für einen wesentlichen Move zur Herausforderung eines anderen Breakers zum Battle. Dabei steht der Breaker auf beiden Beinen, läßt sich nach hinten auf die Handflächen fallen und streckt ein Bein in die Luft, springt zurück auf ein Bein und wiederholt diesen Bewegungsablauf.



Armand van Helden: DJ und Produzent aus Boston (USA), in New York City seßhaft. Der mit HipHop aufgewachsene Van Helden beschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre mit House-Musik und ist eine internationale Größe in der Techno-Szene. Als 1997 Techno zu seiner ersten Talfahrt antrat, besann er sich auf seine Roots und veröffentlichte mehrere Bigbeat-Singles und das "Sample Slaya"-Album auf AV8 Records.



Arrested Development: Alternative HipHop-Band aus Atlanta in Georgia (USA). Mitglieder: Speech (Todd Thomas), Gründer/Produzent/MC; Headliner (Tim Barnwell), DJ; Montsho Eshe (Temeica Gaither), Tän-zer; Dionne Farris, Sängerin; Rasa Don (Donald Jones), Schlagzeuger/MC; Baba Oj, Spiritueller Ratgeber und Aerle Taree (Taree Jones), Cousin von Speech: Tänzer/MC/Poet/Stylist. Debutalbum "3 Years, 5 Months, and 2 Days in the Life Of..." (1992). Ihr Musikstil ist sehr facettenreich und brachte Rap einem viel größeren Publikum nahe als es bis dato der Fall war. Ihre 1993 erschienen Single "Revolution" wurde ein Welt-Hit und ist auch in Spike Lee's Film "Malcom X" zu hören. Sie unterstützen ebenfalls die afrozentistische Bewegung in den USA. 1994 veröffentlichten sie ihr zweites Album "Zingalamaduni" mit etwas weniger Erfolg und lösten sich 1995 auf.



Arrows: Begriff aus dem Writing; Bezeichnung für Pfeile.



Arthur Baker: Produzent aus New York City (USA).



Artifacts: HipHop-Gruppe aus Newark, New Jersey (USA). Mitglieder sind: Tarne One, El Da Sensai und DJ Kaos. Ihr 1994 veröffentlichtes Debutalbum "Between a Rock and a Hard Place" sorgte unter den Hiphoppern für Aufregung. Vor allem der Track "Wrong Side Of Da Tracks" fand bei ihnen Anklang, da er an die Writer-Vergangenheit der beiden MC's anspielt und so Graffiti nach langer Zeit wieder ins Rampenlicht gerückt wurde. 1996 Single "Art Of Da Tracks", 1997 Veröffentlichung der LP "That's Them".



ASCAP: Abkürzung für American Society Of Composers, Authors And Publishers, der ersten amerikanischen Urheberrechtsgesellschaft zum Schutze der Künstler und deren Werke (ähnlich der deutschen GEMA).



Atlantic Records: Plattenfirma aus den USA, 1948 gegründet von Ahmet Ertegun als Label für Jazz, Funk und Soul. 1967 von Warner Bros. gekauft. Die Firma wird oft als Wegbereiter schwarzer Unterhaltung bezeichnet und nahm schon viele Hiphop-Gruppen unter Vertrag.



A Tribe Called Quest: HipHop-Gruppe aus NY-Qeens (USA). Mitglieder: Ali Shahed Muhamed, Phife Dowg (Malik Tayior) und Q-Tip (Jonathan Davis). Die Gruppe gründeten sie 1988 als sie noch zur Higschool gingen. Stark beeinflußt wurden sie vor allem durch die Jungle Brothers, die zu Ihrem Bekanntenkreis gehören. Ihre Debut-Scheibe "Discription Of A Fool" erschien 1989 auf Jive Records. Weitere Alben: "People's Instictive Travels On The Paths Of Rhythm" (1990), "The Low and Theory" (1991), "Midnight Marauders" (1993), "Beats, Rhymes and Life" (1997), "The Love Movement" (1998).



ATTF: Magazin aus dem Umfeld von Anarchist Academy, setzt sich auch verstärkt mit politischen Themen auseinander.



Attitude: (engl.: "Standpunkt") Synomym für Einstellung.



Auflegen: von "Platten auflegen". Deutsche Bezeichnung für DJing



AV8: Independent HipHop-Label aus New York-Manhattan (USA), wurde gegründet Mitte der 90er Jahre. Bekannte Produzenten bei AV8 waren z.B. der Crooklyn Clan und Armand Van Helden. Das Label ist bekannt für Singleveröffentlichungen im Underground-Hiphop.



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